Erst vor wenigen Wochen wurde die Wuppertaler Schwebebahn mit einem neuen digitalen Betriebssystem ausgestattet. Mit dessen Inbetriebnahme ist auch die Zusammenführung der Leitstellen Bus und Schwebebahn abgeschlossen.

Erst vor wenigen Wochen wurde die Wuppertaler Schwebebahn mit einem neuen digitalen Betriebssystem ausgestattet. Mit dessen Inbetriebnahme ist auch die Zusammenführung der Leitstellen Bus und Schwebebahn abgeschlossen.

Bild: © WSW mobil

Ein Funkausfall hat am Donnerstag (10. Oktober) die Schwebebahn in Wuppertal gestoppt. Zur Hauptverkehrszeit hätten am Morgen ab 7.38 Uhr eine Stunde lang keine Züge fahren können, sagte ein Sprecher der Stadtwerke. Mehrere Tausend Fahrgäste waren an den Stationen von dem Totalausfall betroffen. Da die defekte Bahn keinen Funkkontakt hatte, wurde der Zug gestoppt. Er sei dann von einer weiteren Bahn weggeschoben worden, sagte der Sprecher. Die Panne ereignete sich zwischen den Haltestellen Pestalozzistraße und Robert-Daum-Platz. Die Schwebebahn ist über hundert Jahre alt und immer noch das zentrale Verkehrsmittel des Öffentlichen Nahverkehrs in Wuppertal. 80.000 Menschen fahren täglich mit dem weltbekannten Wahrzeichen. In den vergangenen Jahren wurde die Bahn mit großem Aufwand saniert.

Eine Vielzahl kleinerer Probleme

Laut einem Bericht des "Westdeutschen Rundfunks" (WDR) hatten die Stadtwerke erst am Mittwoch Startschwierigkeiten mit dem neuen Betriebssystem eingeräumt, das seit rund einem Monat eingesetzt wird. Zwar habe sich die Lage im Laufe des Septembers verbessert, aufgrund einer Vielzahl an Problemen müsse man aber noch immer vorübergehend Bahnen aus dem Linienverkehr nehmen, so Ulrich Jäger, Geschäftsführer der Mobilitätstochter der Wuppertaler Stadtwerke, der WSW mobil. "Die Räder haben einen enorm hohen Verschleiß, wir wissen nicht, wo das herkommt. Das kann mit der Dynamik, dem Gewicht des Fahrzeugs zusammenhängen. Es kann sein, dass das Material da irgendwie falsch ist", so Jäger.

Kurze Taktzeiten können oft nicht eingehalten werden

Aber auch Klimaanlagen und Heizungen liefen nicht störungsfrei, zum Teil lösten sich auch Fußböden in den Bahnen ab. Diese Vielzahl an kleinen Problemen führten in der Summe dazu, dass die kurzen Taktzeiten der Bahn oft nicht eingehalten werden könnten. Die WSW arbeiteten aber intensiv mit den Zulieferern und Herstellern an einer Lösung der Probleme. Das neue Betriebssystem soll den Bahnbetrieb sicherer machen und beispielsweise sicherstellen, dass nicht mehrere Züge gleichzeitig den gleichen Streckenabschnitt befahren. Die WSW sind nach eigenen Angaben das weltweit erste Verkehrsunternehmen, das dieses Betriebssystem im Nahverkehr einsetzt. (hoe/dpa)

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