Die AVG will den Anteil erneuerbarer Energien weiter steigern.

Die AVG will den Anteil erneuerbarer Energien weiter steigern.

Bild: © AVG

Sechs Jahre ist es her, dass Aschaffenburg das bislang letzte Mal die Parkgebühren erhöhte. Grund genug für die Stadtwerke, die die städtischen Parkhäuser betreiben, nun wieder um eine Anpassung zu bitten. Schließlich stiegen in der Zwischenzeit Inflation und Betriebskosten.

Diese Woche hob der Stadtrat die Gebühren dann auch an. Aber nicht, wie von den Stadtwerken vorgeschlagen, um lediglich zehn Cent für die erste und 20 Cent für die zweite Stunde. Sondern um jeweils 30 und 60 Cent — auf nunmehr 1,50 und drei Euro. "Eine kuriose Situation", sagt Dieter Gerlach, Chef der Stadtwerke-Holding. "Wehren musste ich mich da nicht."

Fast wieder auf Vorkrisenniveau

Gerlach ist zwar skeptisch, ob der vom Stadtrat erhoffte Verlagerungseffekt — weg von Privatautos hin zu mehr öffentlichem Nahverkehr — auch so eintreten wird. Zu erwartende Zusatzeinnahmen durch höhere Parkgebühren nimmt er aber gerne an.

Wie andere kommunale Unternehmen leiden auch die Stadtwerke Aschaffenburg unter Corona — vor allem auch im Bereich Verkehr und Parken. Teilweise seien in den Parkhäusern weniger als 50 Prozent der sonst üblichen Plätze belegt gewesen, sagt Gerlach. Jetzt allerdings sei die Auslastungssituation wieder fast auf Vorkrisenniveau.

Gewinnbringer Parkhäuser

Finanziell stünden die Stadtwerke noch vergleichsweise gut da, sagt Gerlach. Für dieses Jahr rechne er zwar mit einem "leicht negativen Ergebnis", sagt er. Doch selbst dann wäre sein Unternehmen nach eigenen Angaben nicht auf Zuschüsse der Stadt angewiesen. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschafteten sie einen Gewinn von 8,2 Millionen Euro. Zu den gewinnbringenden Sparten gehörten damals übrigens auch die Parkhäuser. (Die ZfK berichtete.)

Zehren von Vorjahresgewinn

Vielmehr können die Stadtwerke von den 6,9 Millionen Euro zehren, die sie aus dem Vorjahresgewinn einbehielten. Die höheren Parkgebühren dagegen fallen als schnelle Einnahmequelle aus. Sie gelten erst im kommenden Jahr. (ab)

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