Der Bedarf nach Mitfahr-Möglichkeiten ist da, aber die Integration in den ÖPNV fehlt noch.

Der Bedarf nach Mitfahr-Möglichkeiten ist da, aber die Integration in den ÖPNV fehlt noch.

Bild: © Jürgen Fälchle/Adobe Stock

Mitfahrangebote können vor allem für Menschen in dünn besiedelten Gebieten eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Nahverkehr sein. Bisher konzentrieren sich Mitfahrportale allerdings hauptsächlich auf Langstrecken oder die Mobilität der Beschäftigten von Unternehmen. Im lokalen oder regionalen Kontext für die Pendler-, Alltags- und Freizeitmobilität existiert in Deutschland bisher keine nachhaltig erfolgreiche Lösung, die zudem auch in das ÖPNV-System integriert ist.

Das soll sich ändern. Die Technische Universität München, der Münchner Verkehrsverbund MVV sowie die Unternehmen ride2go und goFLUX Mobility haben dazu das Projekt „Mitanand“ gestartet. Ziel ist eine bessere Verknüpfung des Nahverkehrs mit Angeboten für Mitfahrgelegenheiten. Die Laufzeit des Projekts geht bis Herbst 2024.

Das Konzept soll übertragbar sein

Geplant ist die Integration eines Tools zur Bildung von Fahrgemeinschaften in die Mobilitätsplattform des MVV. Damit soll zudem ein intermodales Routing von Mitfahrangeboten und ÖPNV geschaffen werden. Außerdem sind ein gemeinsames Datenformat sowie die offene Bereitstellung dieser standardisierten Daten angedacht.

Aus diesen konkreten Anwendungen soll ein übertragbares Konzept entwickelt werden, das die Voraussetzungen für eine spätere Integration in den MVV-Tarif sowie eine Tiefenintegration von Mitfahrgelegenheiten in den Münchner VerkehrsVerbund ermöglicht. (wa)

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