Nach der Insolvenz des bisherigen Betreibers hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) einen neuen Partner für seine On-Demand-Shuttles gefunden. Via wird ab 1. November den Betrieb von sechs Angeboten übernehmen, wie der RMV mitteilte. Konkret geht es um den „Hopper“ im Kreis Offenbach, den „HeinerLiner“ in Darmstadt, den „Mainer“ in Hanau, „Knut“ im Frankfurter Norden, „Emil“ in Taunusstein und den „DadiLiner“ im Landkreis Darmstadt-Dieburg.
„Eingesetzte moderne Fahrzeuge, Fahrzeiten und Preise bleiben gleich; für Fahrgäste ändert sich jedoch die Buchungs-App“, hieß es. In Kürze werde in den App-Stores die neue App „RMV On-Demand 2.0“ verfügbar sein. Wie der Verbund weiter ankündigte, sollen über die neue App gebuchte Fahrten in den ersten Tagen kostenfrei bleiben.
Baustein für die Mobilitätswende
GHT Mobility beziehungsweise Clever Shuttle, wie die regionalen Gliederungen heißen, hatte im Mai mitgeteilt, Insolvenzantrag zu stellen. Grund sei, dass sich die Deutsche Bahn als Investor zurückziehe, hieß es.
„Der Betreiberwechsel ändert nichts an dem Angebot, der hohen Qualität und dem Ziel, On-Demand-Mobilität als einen entscheidenden Baustein für die Mobilitätswende weiter voranzutreiben“, erklärte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat.
Der Chef von Via Europe, Chris Snyder, unterstrich, dass On-Demand-Angebote in Dutzenden Städten in Deutschland eine immer wichtigere Rolle spielten, „um Mobilitätsangebote bereitzustellen und die Abhängigkeit vom privaten Pkw durch die Verlagerung auf umweltfreundliche und attraktive Verkehrsmittel zu verringern“.
Bei weiteren On-Demand-Angeboten wie LahnStar (Limburg), Colibri (Hofheim), oder Siggi (Groß-Gerau), gibt es keine Änderungen. Diese werden von lokalen Unternehmen betrieben. (dpa/wa)



