Im Landkreis Rostock werden auch Wasserstoff-Gelenkbusse unterwegs sein.

Im Landkreis Rostock werden auch Wasserstoff-Gelenkbusse unterwegs sein.

Bild: © Solaris

Das Verkehrsunternehmen Rebus Regionalbus Rostock aus Güstrow hat beim Hersteller Solaris 52 Wasserstoffbusse bestellt, darunter fünf Gelenkbusse. Dies ist bisher der größte Einzelauftrag von Solaris für Brennstoffzellenbusse. Auch Düsseldorf hat sich für die Wasserstoff-Technologie entschieden. Bei der Rheinbahn sind zehn Fahrzeuge des portugiesischen Herstellers Caetano angekommen.

Der Vertrag von Rebus mit Solaris soll bis Ende 2024 abgeschlossen werden. Der Hersteller wird insgesamt 52 Wasserstoffbusse liefern, davon 47 Zwölf-Meter-Fahrzeuge und fünf Gelenkbusse.

Zwei Tankstellen sollen gebaut werden

Bei der Umstellung zu emissionsfreien öffentlichen Verkehrsmitteln liege die Zukunft in der Synergie verschiedener Technologien, heißt es bei Solaris. In diesem speziellen Fall habe sich Wasserstoff als die bestmögliche Lösung erwiesen. In beiden Busmodellen werden laut Solaris hochmoderne Wasserstoff-Brennstoffzellen-Aggregate verbaut – 70 kW in der Zwölf-Meter-Version und 100 kW im Gelenkbus. Die Antriebseinheit der Fahrzeuge werde ein elektrischer Zentralmotor mit einer Leistung von 160 und 240 kW sein. Neben den neuen Bussen werden zwei Wasserstofftankstellen an zwei Betriebshöfen in Güstrow und Bad Doberan errichtet.

In Düsseldorf will die Rheinbahn mit der Brennstoffzelle eine weitere Antriebstechnologie testen: Zehn Wasserstoffbusse sollen ab Mitte des Jahres auf einer innerstädtischen Buslinie eingesetzt werden. Der erste von zehn emissionsfreien Wasserstoffbussen ist nun angekommen. Die Investitionssumme beträgt rund 7 Millionen Euro. Die europaweite Ausschreibung für zehn weitere Wasserstoffbusse läuft.

Mit 35 Kilogramm Wasserstoff in fünf Behältern haben die Busse eine Reichweite von mindestens 310 Kilometern. Die Betankung dauert etwa 15 Minuten. Den Wasserstoff tanken die Busse übergangsweise an einer Wasserstoff-Tankstelle von H2Mobility. Künftig soll die Belieferung direkt über die Stadtwerke Düsseldorf erfolgen – sie investieren in einen Elektrolyseur, um grünen Wasserstoff vor Ort produzieren zu können. (wa)

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