Den Aktionären der Alpiq Holding AG wird Johannes Teyssen als neuer Verwaltungsrat zur Wahl vorgeschlagen. Er soll als Verwaltungsratspräsident ab dem 1. Januar 2022 die Nachfolge von Jens Alder antreten, wie der Konzern mitteilt. Die Wahl findet am 9. Dezember 2021 statt. Johannes Teyssen war bis Ende März 2021 CEO von Eon.
Jens Alder (64) wurde im April 2015 zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Er habe Alpiq durch eine höchst anspruchsvolle Transformationsphase geführt, heißt es in der Mitteilung. Er habe das Unternehmen durch einen tiefgreifenden Restrukturierungsprozess geführt, während dem die Nettoverschuldung massiv reduziert wurde. Auf Aktionärsebene setzte er den Wechsel im Aktionariat um, bei welchem Energy Infrastructure Partners (EIP) die 25-prozentige Beteiligung der EDF an Alpiq übernahm und die Dekotierung der Alpiq Aktien von der Schweizer Börse erfolgte.
Transformation eingeleitet
Johannes Teyssen war vom 1. Mai 2010 bis Ende März 2021 Eon-CEO. Er leitete die Transformation des Eon-Konzerns von einem integrierten globalen Versorgungsunternehmen zum führenden europäischen Infrastruktur- und kundenorientierten Energiespezialisten ein, führt Alpiq aus. Zuvor war Johannes Teyssen bereits seit 2004 Mitglied des Vorstands von Eon und leitete die zentraleuropäische Division des Konzerns. Er war verantwortlich für alle Upstream-, Midstream- und Downstream-Aktivitäten in zehn europäischen Ländern, einschließlich der Stromproduktion aus Kernenergie, Wasserkraft und fossilen Energieträgern sowie der Handelsaktivitäten. Johannes Teyssen stieß 1989 zu Eon bzw. dem Vorgängerunternehmen VEBA und war in verschiedenen Funktionen für die Strom- und Gasaktivitäten verantwortlich. Darüber hinaus leitete er von 2013 bis 2015 Eurelectric, den Verband der europäischen Stromunternehmen, und war sechs Jahre lang Vorsitzender des europäischen Zweigs des Weltenergierats. Derzeit ist er zudem Mitglied des Verwaltungsrats des britischen Öl- und Gasunternehmens BP plc. (London) und Senior Advisor der Beteiligungsgesellschaft KKR (New York und London).
Jens Alder würdigt Teyssen als „eine der herausragenden Persönlichkeiten der europäischen Energiebranche“. Alpiq brauche nach der tiefgreifenden Restrukturierung der letzten Jahre einen Brancheninsider, der das Unternehmen gemeinsam mit der CEO Antje Kanngiesser strategisch in die nächste Phase führt. Teyssen wiederum ist überzeugt, dass der Energiesektor auch nach der COP 26 in Glasgow den notwendigen Transformationspfad hin zu einer geschärften globalen Agenda anführen werde. Alpiq sei gut für das Wachstum gerüstet. (amo)



