Daniel Banzhaf wird ab April die Geschäftsführung der Stadtwerke Kempen und ihrer rund 120 Mitarbeitenden übernehmen.

Daniel Banzhaf wird ab April die Geschäftsführung der Stadtwerke Kempen und ihrer rund 120 Mitarbeitenden übernehmen.

Bild: © Privat

Jetzt ist es offiziell: Daniel Banzhaf übernimmt ab dem 1. April die Geschäftsführung der Stadtwerke Kempen. Der 47-Jährige wechselt von den Stadtwerken Solingen an den Niederrhein, in der Klingenstadt war er seit 2017 tätig. Zuletzt als kaufmännischer Leiter und Leiter Shared Service bei den Stadtwerken sowie als Geschäftsführer der Solinger IT-Tochter ITEC GmbH.

Banzhaf hat sich in Kempen in einem längeren Auswahlverfahren gegen vier Mitbewerber durchgesetzt. Bis zu seinem Amtsantritt werden laut Pressemitteilung die Prokuristen Rüdiger Leibauer und Tobias Birkmann die Geschäfte führen.

Stadtwerke Kempen suchen strategischen Partner

Die neue Führungskraft arbeitet seit vielen Jahren in der Energiebranche, unter anderem in verschiedenen Funktionen für N-Ergie und Eon Inhouse Consulting sowie in renommierten Unternehmensberatungen wie Roland Berger Strategy Consultants.

Banzhaf wird in Kempen die Nachfolge des langjährigen Stadtwerke-Geschäftsführers Siegfried Ferling antreten. Dieser war vor Kurzem laut Stadt aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur zukünftigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens freigestellt worden.

Die Stadtwerke Kempen stehen vor einem umfassenden Transformationsprozess, in dem vor allem die Wärmewende eine zentrale Rolle spielen wird. Hierfür wird noch ein  strategischer Partner gesucht, die Stadt Kempen hat hierzu ein Markterkundungsverfahren eingeleitet. Ziel sei es, "einen soliden und zukunftsfähigen Weg für die Stadtwerke zu erarbeiten und die Arbeitsplätze der aktuell rund 120 Mitarbeitenden zu erhalten".

Wärmeversorgung soll bis 2045 klimaneutral sein

Ein zentraler Schwerpunkt des Transformationsprozesses ist der Ausbau des Fernwärmenetzes und die Nutzung von 100 Prozent erneuerbarer Energien bis 2045. Dabei setzen sie vor allem auf Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Derzeit beziehen 38 Prozent der Haushalte in Kempen, St. Hubert und Tönisberg Fernwärme. Geplant sei die Erweiterung und Verdichtung des Fernwärmenetzes.

In Kooperation mit dem Zentrum für Innovative Energiesysteme (ZIES) der Hochschule Düsseldorf wird ein Transformationsplan erarbeitet, der Wege aufzeigt, das Fernwärmenetz bis 2045 treibhausgasneutral zu gestalten. (hoe)

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