In der Grafik ist die CO2-Belastung nach Abfallart und Leerung aufgeschlüsselt. Insgesamt verursacht die Belastung der Entsorgung pro Einwohner in Bonn einen „Fußabdruck“ von 310,2 CO2-eq kg/Jahr.

In der Grafik ist die CO2-Belastung nach Abfallart und Leerung aufgeschlüsselt. Insgesamt verursacht die Belastung der Entsorgung pro Einwohner in Bonn einen „Fußabdruck“ von 310,2 CO2-eq kg/Jahr.

Bild: © Bonnorange

Am „Tag der Mülltrennung“ am 7. März will Bonnoragne die Bürger:innen für das Thema sensibilisieren. An erster und wichtigster Stelle der fünfstufigen Abfallhierarchie steht dabei die Abfallvermeidung, gefolgt von der Vorbereitung zur Wiederverwendung durch Reinigung oder Reparatur. Erst wenn diese Möglichkeiten erschöpft sind, sollten Abfälle dem Recycling, der Verwertung und schließlich der Beseitigung zugeführt werden, heißt es in einer Mitteilung des Bonner Abfallentsorgers.

Diese fünfstufige Abfallhierarchie ist als Kernelement in Paragraph 6 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes verankert. Um den Bonner:innen auch im digitalen Raum ein passendes Informationsangebot zu machen, hat Bonnorange einen Klimarechner entwickelt, der im Internet abrufbar ist.

Für die Nachhaltigkeits-Berichterstattung

Auf Basis der für Bonn ermittelten Klimabilanz der Abfallentsorgung können anhand der genutzten Abfallgefäße mit dem Online-Rechner die individuellen Belastungen in CO₂-Äquivalenten herausgefunden werden. Neben Privatpersonen, die sich für die Auswirkungen ihres Abfallaufkommens interessieren, kann der Klimarechner auch von Unternehmen genutzt werden, die für ihre Nachhaltigkeits-Berichterstattung diese Werte benötigen.

Bereits 2020 hat Bonnorange eine „THG-Matrix“ entwickelt, die die Möglichkeit bietet, die Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der einzelnen Abfallarten zu betrachten. Ein Teil davon ist die Stoffstromanalyse, die den CO₂-Fußabdruck der Abfälle durch die Sammlung und Verwertung aufzeigt.

Die Datenbasis

Die direkt verursachten Emissionen bei den Abfalltransporten – also keine Emissionen bei Herstellung, Reparatur etc. – wurden aus eigenen Erhebungen der Bonnorange (Jahreslaufleistungen, Treibstoffverbrauch, insgesamt transportierte Abfallmengen nach Fraktionen) und auf Basis der Daten einer für die Rheinische Entsorgungs-Kooperation (REK) angefertigten Studie ermittelt werden.

Die Sammlung und Verwertung von Leichtverpackungen erfolgt durch die dualen Systeme. Die Leerung der gelben Tonnen wird in Bonn von Remondis durchgeführt. Für die Angaben zum Kraftstoffverbrauch und der Sammelstrecke wurden Annahmen getroffen und auf durchschnittliche Daten zurückgegriffen. (hp)

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