Patrick Graichen ist Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende.

Patrick Graichen ist Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende.

Bild: © Agora Energiewende

Eine Jury aus elf hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien hat den Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende, Patrick Graichen, zum "Energiemanager des Jahres 2018" gekoren. Damit erhält erstmals seit Bestehen der Auszeichnung seit 2001 ein Manager einer gemeinnützigen Einrichtung statt eines Energieunternehmens die Auszeichnung. 

Zur Begründung schrieb der Initiator des Preises, Helmut Sendner von E&M, am Mittwoch: „Er setzt Stiftungskapital dafür ein, dem Energiewende-Markt Transparenz zu verleihen und somit den klassischen Unternehmensmanagern der Energiewirtschaft sowie der Politik ideologiefrei Orientierungshilfe zu geben.“

"Bei Energiewende führend"

Sendners Jury-Kollege Christian Held, Partner bei der Kanzlei BBH, ergänzte, Graichen habe die Entwicklung von Agora zum "führenden Institut für Fragen der Energiewende" mit "allen Managertugenden ganz wesentlich vorangetrieben". Die Denkfabrik habe "Wirkungsmacht", weil sie mit einer Kombination von "wissenschaftlichem Anspruch und praktischer Umsetzbarkeit" Brücken baue.

Ebenfalls aus der Jury hob Michael Bauchmüller von der "SZ" hervor, Graichen habe "mit seiner ruhigen, sachlichen Art den Ton in der energiepolitischen Debatte spürbar entschärft – und mit der Expertise von Agora viel zu ihrer Versachlichung beigetragen. Wenn in der Vergangenheit Kritik über den großen Einfluss von Agora auf die Politik laut wurde, dann war das auch immer auch ein Kompliment an ihn.“ Graichen selbst sieht den Preis als "Ansporn" für sein 40-köpfiges Team, "weiterhin hart an Wegen zum Erreichen der Klima- und Energieziele zu arbeiten“.

Uni – Ministerium – Denkfabrik









Der 46-Jährige Patrick Graichen ist promovierter Volkswirtschaftler und Politikwissenschaftler. Von 2001 bis 2012 arbeitete er im Bundesumweltministerium (BMU). Direktor von Agora Energiewende ist er seit Anfang 2014. Diese Denkfabrik wird von der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation getragen. Sie gehört zu den Vorkämpfern einer weitgehenden Elektrifizierung aller energieverbrauchenden Sektoren auf Basis von 100 Prozent erneuerbaren Quellen. Hin und wieder wurde und wird Graichen auch als Energie-Staatssekretär im Wirtschaftsministerium gehandelt.

Der Jury "Energiemanager des Jahres" gehören unter anderen der Präsident des Branchenverbandes VKU, Michael Ebling, und der Hauptgeschäftsführer des Verbandes BDEW, Stefan Kapferer, an. Hier die unternehmerischen "Energiemanager des Jahres" seit dem Beginn 2001, und die Unternehmen, deren Chefs sie sind oder waren:

  • 2017 – Boris Schucht, 50Hertz Transmission, Berlin
  • 2016 – Dieter Steinkamp, Rheinenergie, Köln
  • 2015 – Georg Müller, MVV Energie, Mannheim
  • 2014 – Michael Lucke, Allgäuer Überlandwerk, Kempten
  • 2013 – Heiko von Tschischwitz, damals Lichtblick, Hamburg
  • 2012 – Johannes van Bergen, damals Stadtwerke Schwäbisch Hall
  • 2011 – Bernd Wilmert, damals Stadtwerke Bochum
  • 2010 – Constantin Alsheimer, Mainova, Frankfurt am Main
  • 2010 – Herbert Dombrowsky, damals N-Ergie, Nürnberg
  • 2010 – Michael Feist, damals Enercity, Hannover
  • 2010 – Thorsten Radensleben, Badenova, Freiburg
  • 2009 – Kurt Mühlhäuser, damals Stadtwerke München
  • 2008 – Sven Becker, Trianel, Aachen
  • 2007 – Hans-Bernd Menzel, damals EEX, Leipzig
  • 2006 – Werner Brinker, damals EWE, Oldenburg
  • 2005 – Klaus Rauscher, damals Vattenfall Europe, Berlin
  • 2004 – Helmut Haumann, damals Rheinenergie
  • 2003 – Dieter Attig, damals Stawag, Aachen
  • 2002 – Dieter Nagel, damals Thüga, München
  • 2001 – Roland Hartung, damals MVV Energie

(geo)

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