Fabian Ziegler (52) wird zum 1. Januar der Vorsitzende der Geschäftsführungen der Deutschen Shell Holding und der Shell Deutschland Oil. Er folgt auf Thomas Zengerly, der im Alter von 60 Jahren in den Ruhestand geht. Dies geht aus einer Pressemitteilung von Shell aus Hamburg und aus dem Handelsregister hervor.
Der gebürtige Schweizer mit deutschem Pass Ziegler ist nach einer Station bei einer eidgenössischen Unternehmensberatung seit 1996 international in Führungspositionen im Shell-Konzern und dabei eher ein Downstreamer, also mit Verantwortung für die Raffination und den Einzelverkauf von Sprit und anderen Mineralölderivaten. Auch die deutsche Shell ist tendenziell downstream-geprägt. Mit einem Absatz von 67,5 Millionen Tonnen Sprit im vergangenen Jahr ist Deutschland der größte Kraftstoffmarkt in Europa. Verkehr und Heizung sind in Deutschland und Europa jene Verbrauchssektoren, in denen die Energiewende und Dekarbonisierung am wenigsten angekommen ist.
In 15 Jahren 20 Prozent weniger
Der designierte Deutschlandchef Ziegler bekannte sich wie sein Vorgänger Zengerly zum Klimaabkommen von Paris. Er erinnerte daran, dass der Shell-Konzern seit 2017 folgende CO2-Reduktionsziele anstrebe: bis 2035 die Netto-CO2-Bilanz seiner Energieprodukte um etwa 20 Prozent zu senken und bis 2050 um etwa die Hälfte.
Zengerly ist seit Juli 2018 deutscher Shell-Chef. Der Raffinerie-Experte will sich ehrenamtlich offenbar weiter mit Energiefragen beschäftigen: Ende September ließ er sich neu in den Vorstand des Vortragsnetzwerks "Forum für Zukunftsenergien" wählen. (geo)



