Aktuell ist er noch Prokurist bei der Rhenag und Geschäftsführer des kommunalen Ökostromanbieters Sauber Energie: Ab 1. Juli wechselt Stefan Dott als Geschäftsführer zu "e-regio" nach Euskirchen. Der 49-jährige Diplom-Kaufmann wurde vor kurzem einstimmig vom Aufsichtsrat und der Kommanditistenversammlung zum Nachfolger von Christian Metze gewählt. Mit dem langjährigen E-Regio-Geschäftsführer Metze wird Dott noch bis Mitte 2020 eine Doppelspitze bilden, anschließend tritt der dann 63-jährige Metze in den Ruhestand.
Bewusste Übergangsphase
Die einjährige Übergangszeit mit einem Führungsduo bei e-regio wurde mit Blick auf die zum Juli dieses Jahres angestrebte Fusion mit dem Regionalversorger Energie Nordeifel (ene) bewusst gewählt. "Der Zeitpunkt ist optimal, da Stefan Dott so den Fusionsprozess mit ene von Anfang mitgestalten kann", kommentierte der Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Friedl.
Dott war früher Spitzen-Judoka
Der frühere Weltklasse-Judoka Dott (Judo-Europameister im Leichtgewicht im Jahr 1991 und Fünfter bei den Olympischen Spielen 1992) sitzt bereits seit mehreren Jahren für die Rhenag im Aufsichtsrat von e-regio und ist mit dem Unternehmen und den Fusionsplanungen bestens vertraut. Die Rhenag ist nach der Stadt Euskirchen (50 Prozent) mit 42,957 Prozent der zweitgrößte Anteilseigner von e-regio, die restlichen Anteile halten die Städte Rheinbach (4,229 Prozent) und Bornheim (2,814 Prozent). "Ich freue mich über diese Wahl und bin überzeugt, dass Stefan Dott die weitere Entwicklung von e-regio und ene zu einem noch stärkeren Energieunternehmen erfolgreich voranbringen wird", sagt e-regio-Geschäftsführer Metze.
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
Von den insgesamt 13 Anteilseignern der beiden Unternehmen, davon sind elf kommunal, muss nur noch die über die Energie-Rur-Erft GmbH & Co. mit der ene verbundene Gemeinde Heimbach am kommenden Donnerstag (24. Januar) der Fusion zustimmen. "E-regio und ene sind zwei gesunde Unternehmen. Unsere Kompetenzen und Versorgungsgebiete ergänzen sich optimal", heißt es auf ZfK-Anfrage zu den Hintergründen des geplanten Zusammenschlusses. Durch die Fusion sollen die Unternehmen noch solider und wettbewerbsfähiger und die Energieversorgung in der Region noch nachhaltiger gestaltet werden.
Unternnehmensstandorte bleiben erhalten
Ein Stellenabbau ist nicht geplant, beide Unternehmensstandorte in Euskirchen und Kall bleiben erhalten und werden weiterentwickelt. Ein neuer Unternehmensname steht noch nicht fest, "Am Markenauftritt des Fusionsunternehmens wird derzeit gearbeitet", heißt es weiter. E-regio beschäftigt rund 220 Mitarbeiter und hat ein starkes Standbein in der Gasversorgung, der Schwerpunkt von ene (150 Mitarbeiter) liegt vor allem bei der Lieferung von Strom. E-regio ist darüberhinaus unter anderem noch im Bereich Wasserversorgung, Netzbetrieb, Smart Home und individuelle Wärmelösungen tätig, ene im Sektor erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen. Beide engagieren sich zudem im Bereich der Elektromobilität.
Die Gesellschafter der ene
Gesellschafter der ene sind zu jeweils rund einem Drittel der Kreis Euskirchen, Innogy und die "ere Energie-Rur-Erft Gmbh & Co KG". Gesellschafter der "ere" sind die Kommunen Bad Münstereifel, Schleiden, Hellenthal, Kall, Blankenheim, Dahlem, Heimbach und Mechernich. (hoe)



