Jürgen Kroneberg, Aufsichtsratschef der European Energy Exchange (EEX), der Epex Spot und der European Commodity Clearing (ECC), sowie Vorsitzender des Board of Directors der Powernext, ist vorigen Samstag (9. Februar) im Alter von 69 Jahren plötzlich verstorben. Dies teilte EEX-Chef Peter Reitz am Freitag mit. Er sprach der Familie Kroneberg sein Beileid aus und beklagte den Verlust eines "guten Freundes" der EEX-Gruppe und "großartigen Menschen“.
Kroneberg vereinte ein großes Fachwissen und Netzwerk in der Energiewirtschaft sowie in der öffentlichen Hand mit einem durch Promotion nachgewiesenen juristischen Sachverstand: Er arbeitete zunächst in verschiedenen Führungspositionen der Kommunalverwaltung und stieg dann 1997 auf Vorstandsebene bei wechselnden RWE-Tochtergesellschaften ein, wo er bis Juni 2009 blieb. Danach arbeitete er als Anwalt in Großkanzleien, zunächst bei Clifford Chance und seit 2015 bei White & Case.
Spillmann ist Interims-Chefkontrolleur
Seit dem Jahr 2000 führte Kroneberg den Vorsitz im Aufsichtsrat der EEX. Er gehörte also noch zur Gründungsmannschaft der Energiebörse. Diese war damals noch in Frankfurt am Main und fusionierte 2002 mit der Leipzig Power Exchange (LPX) zur EEX in Leipzig.
Wie geht es mit dem Aufsichtsrat weiter?, fragte die ZfK die EEX. Antwort: Kommissarisch übernimmt Jürg Spillmann. Er ist der von der ehemaligen Mutter und jetzigen Konzernschwester Eurex Global Derivatives entsandte erste stellvertretende Aufsichtsratschef. "Voraussichtlich" in der nächsten Sitzung werde ein Nachfolger für Kroneberg gewählt, hieß es aus Leipzig; ein Termin wurde nicht genannt. (geo)



