Der Geschäftsführer der Stadtwerke Emden, Manfred Ackermann, stellt im Aufsichtsräte-Format der BAEK Berliner Abfallwirtschafts- und Energiekonferenz am 4. Februar 2020 sein Modell der "Kulturellen Effizienz" vor. Von links Christian Gold (Aufsichtsratsvorsitzender der MVA Müllverwertungsanlage Bonn GmbH), Frank Rumpf und Dino Höll (Aufsichtsratsvize und Geschäftsführer der DVV Stadtwerke Dessau), Felix Wagner (MVA Bonn), Jörg Wirtgen und Josephine Frey (Geschäftsführer und Mitarbeiterin WM Consult)

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Emden, Manfred Ackermann, stellt im Aufsichtsräte-Format der BAEK Berliner Abfallwirtschafts- und Energiekonferenz am 4. Februar 2020 sein Modell der "Kulturellen Effizienz" vor. Von links Christian Gold (Aufsichtsratsvorsitzender der MVA Müllverwertungsanlage Bonn GmbH), Frank Rumpf und Dino Höll (Aufsichtsratsvize und Geschäftsführer der DVV Stadtwerke Dessau), Felix Wagner (MVA Bonn), Jörg Wirtgen und Josephine Frey (Geschäftsführer und Mitarbeiterin WM Consult)

Bild: Christina Hövener-Hetz

"Kulturelle Effizienz" – was ist das? Der Chef der Stadtwerke Emden, Manfred Ackermann, und einer seiner Aufsichtsräte, Karsten Rabenstein, haben am Dienstag in Berlin auf der BAEK Berliner Abfallwirtschafts- und Energiekonferenz ihr begonnenes Führungskräfteprogramm-Projekt "Werkstadt Emden" präsentiert.

Der Kommunalversorger setzt auf einen Kulturwandel. Ackermann Rabenstein sind davon überzeugt, dass die Digitalisierung nur wirtschaftlich Erfolg haben wird, wenn parallel zu den tiefgreifenden Veränderungen auch im Unternehmen neu gedacht wird. Motto: Ökonomische Effizienz wird nur möglich sein, wenn das Unternehmen verkrustete Hierarchien aufgibt. In der Arbeitswelt 4.0 liege der Schlüssel zum Erfolg im Wir, weniger im Ich. Bei der "Werkstadt" werden die Emder von der Berliner Managementberatung WM Consult begleitet.

Was für die digitale Transformation wichtig ist

Die Stadtwerke Emden haben zusammen mit der Kommune schon einiges auf den Weg gebracht:

  • Modellregion E-Mobilität,
  • Ausbau des Glasfasernetzes,
  • digitalisierte Gebäudebewirtschaftung,
  • Wasserstofftechnologie,
  • förderbare Green-City-Lösungen
  • und die enge Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft.

Der auf Energieunternehmen spezialisierte Wirtschaftspsychologe Jörg Wirtgen von WM Consult, der auch das neue Aufsichtsräte-Format der BAEK konzipiert und moderiert hat, sagt: "Zum Gelingen der digitalen Transformation ist es wichtig, zu wissen, wo das Unternehmen heute steht, was die Menschen vor Ort wollen und wie es gelingt, alle Mitarbeiter mitzunehmen. Eigeninitiative und Eigenverantwortung sind Schlüsselbegriffe. Das heißt aber auch, dass Hierarchien wegfallen. Jeder Einzelne übernimmt Verantwortung dafür, dass das Geschäft von morgen läuft."

Smart City und Heimathafen

Befragungen haben gezeigt, dass die Smart City von den Emder Bürgern als ein Fortschritt wahrgenommen wird. Deutlich wurde aber auch, dass den Emdern bei allen Veränderungen symbolisch "die heile Welt" und der "Heimathafen" wichtig bleiben. Ackermann: "Smart City kann also nur step by step gelingen."

Ein Beispiel: Die 100-prozentige Stadtwerke-Tochter "Emden Digital GmbH" hat vergangenes Jahr eine Web-App entwickeln lassen, die aktuelle Städte-Informationen wie zum Beispiel Wetter und Verkehrsgeschehen in Echtzeit bietet. Aber nicht nur das: Über "Keptn" lassen sich Gutscheine für Emder Geschäften und Restaurants. "So geht das Geld nicht an Amazon oder andere Online-Riesen, sondern bleibt in der Stadt und stärkt die heimische Wirtschaft", so Ackermann. "Keptn" soll ihm zufolge nur der Auftakt sein für viele andere neue Geschäftsmodelle, die Emden im Rahmen des Kulturwandels in Emden entwickeln will. (chh/geo)

 

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