Der nordwestdeutsche Versorger EWE hat Georg Boie (38) am Mittwoch in die zweiköpfige Geschäftsführung seiner Erneuerbaren-Tochter geholt. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die der Konzern am Freitag verteilte. Boie wurde in Oldenburg gleichberechtigter Kollege von Jörg Buddenberg, der seit 2004 in dieser Position wirkt. Boies Vorgänger bei "EWE Erneuerbare Energien", Alwin Schlörmann, berät den Konzern nun demzufolge in "strategischen Personalprojekten" und unterstützt ihn insoweit im Projektmanagement. EWE-Technikvorstand Urban Keussen bedankte sich bei Schlörmann.
Boie war bis Ende 2019 der kaufmännische Geschäftsführer der Juwi Operations & Maintenance in Wörrstadt bei Mainz, einer Tochter des Windparkentwicklers Juwi für kaufmännische und technische Betriebsführung innerhalb des Mannheimer Kommunalkonzerns MVV. Er ist studierter Umweltmanager und Betriebswirt.
"EWE denkt Wärme und Mobilität mit"
Zur Strategie ließ Boie Folgendes durchblicken: „EWE ist mit seinen kommunalen Wurzeln, dem bestehenden großen Wind-Portfolio und einer Strategie, die auch übergreifende Sektoren wie Wärme und Mobilität mitdenkt, ein wichtiger Player im Erneuerbaren-Markt.“ Zum Jahresanfang 2019 hatte der EWE-Konzern die installierte Leistung unter Direktvermarktungs-Vertrag etwas auf 3350 MW reduziert. Davon waren knapp 3000 MW Windportfolien. Dies geht aus der jährlichen ZfK-Marktübersicht "EE- und KWK-Direktvermarktung" hervor. Die ZfK bereitet derzeit eine Aktualisierung der Übersicht auf 1. Januar 2020 vor. Die Direktvermarktung verantwortet bei EWE nicht die Erneuerbaren-, sondern die Trading-Tochter, so die Konzern-Website. (geo)



