Alexander Sladek hat die Geschäftsführung der Energieversorgung Titisee-Neustadt (EVTN) von Martin Halm übernommen, der nach neun Jahren diese Position abgibt. Martin Halm, seit Gründung der EVTN in geschäftsführender Verantwortung, wird neben seinen vielfältigen Tätigkeiten in der EWS-Gruppe auch weiterhin wichtige Aufgaben im Netzbetrieb der EVTN wahrnehmen, heißt es in einer Pressemitteilung.
„Die Entscheidung zum Rücktritt ist mir nicht leicht gefallen“, so Halm, „ich habe die EVTN immer mit viel Freude und Herzblut geführt, das schafft natürlich auch eine enge persönliche Verbindung. Dass ich die EVTN bei meinem Nachfolger in guten Händen weiß, hat es mir da sicher leichter gemacht.“ Die Aufsichtsräte haben den Wechsel in ihrer Sitzung vom 23. April offiziell vollzogen. Die Eintragung des Geschäftsführerwechsels im Handelsregister wird nun beantragt.
Doppelfunktion bleibt
Alexander Sladek ist bereits seit vielen Jahren Vorstandsmitglied der EWS Elektrizitätswerke Schönau. Er übernimmt die Geschäftsführung bei EVTN nun zusätzlich zu seinen bisherigen Aktivitäten und wird dort – wie schon Holm – sowohl technischer als auch kaufmännischer Geschäftsführer. An der 2011 gegründeten EVTN sind die EWS mit 30 Prozent beteiligt. Weitere Anteilseigener sind die lokale Genossenschaft Vita Bürgerenergie mit 10 Prozent und die Stadt Titisee-Neustadt mit 60 Prozent.
Bei EVTN steht unter anderem die Realisierung eines großen Nahwärmeprojektes an. Die Gesamtkosten werden mit rund 5,9 Mio. Euro angegeben. Nach einer Gemeinderatssitzung am 7. April steht mittlerweile der Standort der Heizzentrale an der Hochkreuzung fest. Außerdem konnte durch den Aufsichtsrat die Vergabe des Rohrleitungsbaus vorgenommen werden.
Wichtige Rolle in dem Konzessionsstreit
„Wir danken Martin Halm für seinen unermüdlichen Einsatz für die EVTN. Unter seiner Führung hat das Unternehmen im vergangenen Jahr das Konzessionsrechtsverfahren erfolgreich abschließen können, so dass es sich jetzt mit ganzer Kraft auf den Stromvertrieb und das Nahwärmenetz konzentrieren kann“, so der neue Geschäftsführer Alexander Sladek sowie Nikola Wangler, Vorständin der Vita Bürgerenergie, und die Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeisterin Meike Folkerts.
Die Konzessionsvergabe hatte wegen eines Streits zwischen EVTN und der EnBW-Tochter Energiedienst jahrelang die Gerichte und Behörden beschäftigt. Erst im April vergangenen Jahres kehrte Ruhe ein. (hp)



