Für viele Student:innen ist ein Praktikum Teil der Ausbildung und prägt sie auf ihrem beruflichen Weg.

Für viele Student:innen ist ein Praktikum Teil der Ausbildung und prägt sie auf ihrem beruflichen Weg.

Bild: © DisobeyArt/stock.adobe.com

Die Generation Z (GenZ) wird auf dem Arbeitsmarkt immer präsenter, auch wenn sie bisher nur einen relativ kleinen Teil der Beschäftigten in Deutschland ausmacht. Hierbei handelt es sich um jene 18- bis 29-Jährige, die nach 1995 geboren wurden. Mit 48 Prozent Anteil ist fast die Hälfte der GenZ offen für einen Jobwechsel. 14 Prozent seien laut der Mitteilung von Xing sogar aktiv auf Stellensuche. Damit mehr als doppelt so viele wie der Durchschnitt der anderen Generationen. 

Wieso ist GenZ so wechselwillig?

Grund für die Wechselwilligkeit: In den meisten Fällen sei es laut Xing ein als zu niedrig empfundenes Gehalt (49 Prozent) und ein als zu hoch empfundenes Stresslevel (42 Prozent). Aber auch die Führungskultur spielt für jüngere Beschäftigte eine Rolle: 27 Prozent der wechselwilligen Befragten würden einen Wechsel in Betracht ziehen, weil sie mit ihrer Führung unzufrieden seien.

"Diese Generation ist nicht gekommen, um lange bei einem Arbeitgeber zu bleiben. In Fachkreisen gelten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieser Generation daher bereits jetzt zu den illoyalsten Jobbern aller Zeiten", betont Julian Stahl, XING Arbeitsmarktexperte.

Die Wunschliste

Bei der Frage, was ein potenzieller neuer Arbeitgeber bieten sollte, steht folgendes auf der Wunschliste der GenZ: flexible Arbeitszeiteinteilung (74 Prozent), höheres Gehalt (72 Prozent) und ein guter Zusammenhalt im Team (68 Prozent).

Man sagt der Generation einen starken Hang zur Nachhaltigkeit nach. Aber es legen laut Xing-Mitteilung nur 18 Prozent Wert auf ein nachhaltiges Handeln ihres zukünftigen Arbeitgebers – und damit tendenziell weniger als andere Altersgruppen (vgl. 30–49 Jahre: 21 Prozent).

4-Tage-Woche und Sabbatical hoch im Kurs

Auch eine andere Zahl lässt aufhorchen: Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) begrüßt die Möglichkeit des ortunabhängigen Arbeitens (vgl. 30–49 Jahre: 48 Prozent). Sie findet aber einen attraktiven Standort des Büros mit 38 Prozent trotzdem relevanter als die Älteren (vgl. 30–49 Jahre: 30 Prozent). 

Dafür wiederum spricht sich die GenZ mit 82 Prozent für die 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich aus. Rund ein Drittel freut sich über die Möglichkeit eines Sabbaticals (31 Prozent) und rund ein Viertel begrüßt die Option einer Workation (23 Prozent). "Wer nicht über Benefits wie Homeoffice, Workation oder Sabbatical nachdenkt, wird einen Teil dieser Generation als Arbeitgeber erst gar nicht erreichen", ergänzt Stahl.

Lust auf Abwechslung

Mehr als alle anderen Generationen treibt die Wechselwilligen der GenZ darüber hinaus die Lust auf Abwechslung an: Für 38 Prozent ist es ein Grund, die Augen nach einer neuen Stelle offenzuhalten, bei der GenY spielt dieser Faktor bei den Befragten mit Wechselwunsch mit 28 Prozent schon eine andere Rolle. 

Fehlende Aufstiegschancen, die vor allem Millenials beklagen (34 Prozent) machen der GenZ dagegen weniger Sorgen: Mit 25 Prozent Zustimmung ist die jüngste Gruppe auf dem Arbeitsmarkt beim Thema Gläserne Decke (noch) ähnlich entspannt wie die älteste (vgl. 50+: 24 Prozent). Basis der Ergebnisse bilden zwei beauftragte forsa-Studien im Auftrag des Job-Netzwerkes XING sowie der Recruitingmarke onlyfy by XING. (gun)

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