Der Inlandsflug ist für viele Reisende auf Strecken zwischen Berlin und Frankfurt oder Städten in NRW immernoch die erste Wahl.

Der Inlandsflug ist für viele Reisende auf Strecken zwischen Berlin und Frankfurt oder Städten in NRW immernoch die erste Wahl.

Bild: © Patrik Dietrich/AdobeStock

Auch wenn Geschäftsreisen während der Pandemie behördlicherseits nicht verboten warn, so hat ein Großteil der Unternehmen seine Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen im Büro oder Homeoffice belassen. Doch mittlerweile erlauben 74 Prozent der deutschen Unternehmen wieder Geschäftsreisen, wie aus einer aktuellen Studie des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) hervorgeht. Momentan haben nur noch 21 Prozent ein Reiseverbot verhängt, Ende März waren es mit 42 Prozent noch doppelt so viele.

Auch auf Dienstreisen gelten natürlich die im privaten Alltag einzuhaltenden Regeln von Abstand und Hygiene sowie die Empfehlungen für die Benutzung von Desinfektionsmitteln. Zudem rät Florian Storp, Vorsitzender des VDR-Ausschusses Business Travel: "Reisende sollten, wo immer möglich, mobile Bezahlmethoden, Beratung durch Chat-Bots und digitale Lösungen wie mobilen Check-in bevorzugen. So werden risikoreiche Kontaktpunkte minimiert."

Kein Bus-Boarding

Schon bei der Anreise gilt es, einmal mehr nachzudenken. Einige Unternehmen erlauben ihren Beschäftigten nur Dienstreisen im Auto, damit kein Kontakt zu anderen Reisenden besteht. Im Regional- und Fernverkehr besteht Maskenpflicht, Fahrkarten werden nur auf Sicht kontrolliert.

Wenn der Flugverkehr wieder aufgenommen wird, sollten auch am Flughafen und im Flugzeug selbst besondere Sicherheitshinweise beachtet werden. Die Anbieter müssen strenge Hygienekonzepte vorlegen, alle Flächen häufig reinigen und Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen. Sie informieren über Durchsagen, schreiben Passagieren und Mitarbeitern das Tragen von Mund-Nasen-Schutz vor und vermeiden – wo möglich – das Bus-Boarding.

Kein Service in der Hotelhalle

Doch auch der Reisende selbst muss seinen Beitrag leisten. Jeder sollte auf den erforderlichen Mindestabstand beim Check-in, dem Security-Screening oder der Gepäckausgabe achten, selbst wenn einmal keine Markierungen angebracht sind. Auch Geduld ist gefragt, denn Airlines werden beim Zugang und De-Boarding nur kleine Gruppen nacheinander aufrufen, um den Abstand zu gewährleisten. Das Stehen und Warten im Gang des Flugzeugs, um schneller von Bord zu kommen, sollte unbedingt vermieden werden.

Hotels werden ebenfalls ihre Hygienemaßnahmen intensivieren. Das beinhaltet beispielsweise die regelmäßige Desinfektion aller Kontaktflächen wie Türklinken und Fahrstuhlruftaster oder das Anbringen einer Plexiglaswand an der Rezeption. Snacks und Getränke dürfen in der Lobby oft nicht mehr angeboten werden, Buffets sind nicht gestattet und der Spa-Bereich bleibt teils auch geschlossen oder ist nur unter strengen Auflagen nutzbar. Die Bewirtung beim Frühstück oder anderen Mahlzeiten erfolgt eventuell in zeitlich versetzten Gruppen und mit größerem Abstand zwischen den Tischen.

Treppen empfohlen

Jeder Geschäftsreisende sollte die Abstandsregeln bei Warteschlangen an der Rezeption einhalten. Wenn möglich, hilft mobiles Check-in und Check-out mit Hotelschlüssel auf dem Smartphone dabei, das Anstellen zu vermeiden. Bezahlen sollten die Gäste wo immer möglich kontaktarm – also digital. Wenn das Stockwerk es erlaubt, sollten statt des Fahrstuhls die Treppen genutzt werden.

Wer im Restaurant isst, sollte möglichst eine Tischgruppe mit gemeinsam reisenden Mitarbeitern oder Geschäftspartnern – also den bekannten Kontaktpersonen – bilden. Auch sollten sie selbst auf die Mindestabstände zwischen den Tischen achten. (hp)

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