Der Ökostromanbieter Lichtblick stellt sich neu auf: Enno Wolf wird als Geschäftsführer ab sofort die Themen Energiewirtschaft sowie neue Produkte und Dienstleistungen verantworten. Der 47-Jährige war zuletzt Geschäftsführer des dänischen Energieunternehmens Orsted Markets und Sales in Deutschland und hat dort das B2B-Geschäft verantwortet.

Weiterhin verstärkt Hans Bongartz (im Bild) die Geschäftsführung. Der 52-Jährige leitete bisher das Corporate Development bei Eneco, dem in Rotterdam ansässigen Mutterkonzern von Lichtblick. Er gehörte bisher dem Verwaltungsrat des Unternehmens an. Bongartz koordiniert die konzernweite Zusammenarbeit und die Unternehmensentwicklung.
Neue Geschäftsführung, neue Strategie
Der Geschäftsführung gehören weiterhin Constantin Eis an, der seit dem vergangenen Sommer für die kommerziellen Geschäftsbereiche und die Digitalisierung zuständig ist. Vierter im Bunde ist der langjährige Chief Financial Officer Mustafa Özen, der die Bereiche Finanzen, HR und IT leitet.
Personelle Veränderungen gibt es auch im Verwaltungsrat von Lichtblick. Christoph Bornschein, der Geschäftsführer der Agentur für Digitales Business TLGG, wird das Unternehmen in Technologie- und Markenfragen beraten. Zudem verstärkt Hans Peters, Chief Commercial Officer von Eneco, das Aufsichtsgremium.
Gillrath und Lücking nehmen ihren Hut
Der aktuelle CEO Wilfried Gillrath und der Geschäftsführer Energiewirtschaft, Gero Lücking, scheiden in diesem Jahr aus dem Unternehmen aus. Darauf haben sich der Verwaltungsrat und die beiden Geschäftsführer einvernehmlich geeinigt. Gillrath gehört Lichtblick seit 2001 als Geschäftsführer und über mehrere Jahre auch als Verwaltungsrat an. Lücking ist seit 1999 bei Lichtblick, startete als Prokurist und wurde 2008 in die Geschäftsführung für den Bereich Energiewirtschaft berufen.
Zugleich kündigte Lichtblick eine neue Klima- und Wachstumsstrategie an. "Lichtblick ist seit zwei Jahrzehnten die erfolgreichste grüne Marke im Energiesektor. Auf dieser Basis entwickeln wir das Unternehmen zum führenden Anbieter für einen klimaneutralen und nachhaltigen Lebensstil. Im Fokus steht dabei die konsequente Digitalisierung aller Produkte und Dienstleistungen. Das Management-Team richten wir auf diese ambitionierten Ziele aus", erläutert Marc Stilke, Vorsitzender des Verwaltungsrates von Lichtblick.
Satte Umsatzsteigerung trotz Corona
Mit der kürzlich verkündeten Übernahme des Eon-Heizstromgeschäftes steigt Lichtblick zur Nummer fünf im deutschen Strommarkt auf. Trotz der Corona-Krise und der zu erwartenden Umsatzeinbußen sieht sich das Unternehmen sehr gut aufgestellt. Lichtblick erwartet nach eigenen Angaben eine Umsatzsteigerung von bis zu 50 Prozent auf rund eine Milliarde Euro.
Bundesweit beliefert der Ökostromanbieter mit rund einer Million Energieverträgen bundesweit über 1,7 Millionen Menschen mit sauberer Energie. "Das ist ein starkes Fundament für unsere Klima- und Wachstumsstrategie", sagt Stilke. (amo)



