Die Stadt Günzburg hat den Kaufmännischen Leiter der jungen Stadtwerke Günzburg KU, Lothar Böck, per 1. Juli 2020 zum künftigen "Vorstandsvorsitzenden" berufen. Das teilte die bayerisch-schwäbische Kreisstadt am Dienstag der Presse mit.
Die Bestellung zur Nachfolge von Vorstand Gerhard Stelzle erfolge absichtlich so weit im Voraus, hieß es sinngemäß weiter, um die Stelle des Kaufmännischen Leiters ausschreiben zu können, nachdem schon klar ist, dass der Amtsinhaber inhouse aufsteigt. Stelzle geht in Pension.
Karriere im Rathaus und im Stadtwerk
Außerdem fängt an diesem 1. September auch der neue Technischen Leiter an. Dessen Namen behält die Stadt noch für sich. Der bisherige, Peter Helferich, geht zum Jahresende in Ruhestand.
Lothar Böck (47) kommt aus dem Günzburger Rathaus: 1988 begann er seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Anschließend arbeitete er in unterschiedlichen Ämtern. Von 1999 bis 2002 studierte er nebenberuflich Betriebswirtschaftslehre. Seit 2001 gehört er zu den Stadtwerken, die damals noch Teil der Verwaltung waren und 2012/13 als "Kommunalunternehmen" (KU) – der bayerischen Variante des Eigenbetriebs – ausgegründet wurden. Als Kaufmännischer Leiter verantwortet Böck bisher den Wirtschaftsplan sowie die Buchhaltung, Beiträge und Gebühren, Satzungs- und Vertragsrecht sowie Personal. Er bleibt Geschäftsführer der Strom- und Gasnetzbeteiligungen der Stadtwerke.
Wasserschutzgebiete sichern
Er setzt sich drei strategische Schwerpunkte:
- Investitionen in das Wassernetz und die Anlagen sowie die Sicherung der Wasserschutzgebiete,
- Weiterentwicklung des jungen Energiebereichs, der momentan aus einigen Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerken besteht,
- und Stärkung des Waldbades als kommunale Freizeiteinrichtung inklusive baulicher Veränderungen.
Zum Kommunalunternehmen gehören neben der Verwaltung das Wasserwerk, die Kläranlage, die Tiefgaragen, das Waldbad, die Energieerzeugung sowie die Netzbeteiligungen. (geo)



