Am Mittwoch tritt der Energie-Topmanager Lex Hartman als Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Ubitricity Gesellschaft für verteilte Energiesysteme an. Dies teilte der Berliner Lade- und Abrechnungssystem-Anbieter am Montag der Presse mit. Gründer Frank Pawlitschek bleibt in der Geschäftsführung, sein Mitgründer Knut Hechtfischer verantwortet nun außerhalb der Unternehmensspitze weiterhin die strategische Entwicklung neuer Märkte. Ubitricity ist für sein intelligentes Ladekabel bekannt, das E-Automobilisten das anbieterunabhängige Laden ermöglicht.
In den vergangenen vier Monaten hatte die Branche gerätselt, wohin es Hartman nach seinem kurzfristigen Ausscheiden aus der Geschäftsführung des deutschen Übertragungsnetzbetreibers Tennet TSO und aus dem Vorstand der niederländischen Mutter Tennet TSO B.V. zog. Der 1956er-Jahrgänger war 20 Jahre für Tennet tätig und war ein meinungsstarker Diskutant auf zahlreichen Podien in Branchenkongressen.
"E-Mobilität wird sich rasant entwickeln"
Bei Ubitricity ist der Auftrag der Gesellschafter – unter anderen Heinz Dürr Invest, der französische Stromkonzern EDF, die Siemens-Wagniskapitaltochter Next47 und Honda – an Hartman, die geografische Expansion des Unternehmens zu unterstützen. Nach Deutschland und Großbritannien will Ubitricity in den kommenden Jahren in weitere Märkte in Europa und weltweit expandieren.
"Die Elektromobilität gehört zu den Zukunftsthemen der Energiewende und wird sich in den nächsten Jahren weltweit rasant entwickeln", wird Hartman zitiert. Ubitricitys Technologie fördere "nicht nur die Liberalisierung des mobilen Strommarktes, sondern sorgt auch dafür, dass sich hier echter Wettbewerb entwickelt und Strom für das Auto günstiger wird als für den Haushalt", so Hartman. E-Fahrzeuge stets mit Grünstrom zu laden und sie bei längeren Standzeiten als verteilten Speicher für das Netz zu nutzen, das war 2008 die Gründungsidee von Ubitricity. (geo)



