Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich am Dienstag bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) ein Bild vom Fortschritt des Innovationsprojektes "Madam Mobile Arbeit wird digital, digitale Arbeit wird mobil" gemacht, das vergangenes Jahr startete und auf drei Jahre angelegt ist. Heils Ministerium fördert das Forschungsprojekt mit 0,9 der 1,3 Mio. Euro. Dies geschieht unter dem Dach der "Initiative Neue Qualität der Arbeit" (Inqa). Das geht aus Presseinformationen der Leipziger Gruppe (Holding LVV) hervor, zu denen die LVB gehören.
Heil sagte demnach: "Digitaler Fortschritt bedeutet nicht zwangsläufig sozialen Wohlstand. Deswegen müssen wir uns heute den Zukunftsfragen stellen, um soziale Gerechtigkeit auch in der Arbeitswelt sicherzustellen."
"Tablets im Fahrdienst haben wir schon geschafft"
Ziel von "Madam" ist es laut OB und LVV-Aufsichtsratschef Burkhard Jung (SPD), "die Arbeitsplatzattraktivität in unseren kommunalen Betrieben zu steigern und damit die Zuverlässigkeit der kommunalen Daseinsvorsorge zu sichern".
Was das konkret bedeutet, erläuterte Michael Halberstadt, Arbeitsdirektor sowie Geschäftsführer Personal und Fahrservice der LVB: "Bereits heute arbeiten unsere Kolleginnen und Kollegen im Fahrdienst mit Hilfe von Tablets. Digitale Arbeitsmittel an Büro- oder Werkstattarbeitsplätzen sind Normalität. Jetzt geht es in einem weiteren Schritt darum, mit der Digitalisierung verbundene neue, moderne Arbeitsformen zu entwickeln und gemeinsam mit den Beschäftigten zu gestalten. Als Mobilitätsdienstleister gehen wir hier voran, gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern." (vertiefend für Abonnenten hier das E-Paper der ZfK 12/2019, Seite 37)
Alle Interessen bei Inqa an einem Tisch
"Madam"-Projektteams arbeiten zu folgenden Themen:
- Möglichkeiten digitaler Kommunikation im Arbeitsalltag,
- mobile und zeitflexible Arbeitsmodelle
- sowie Führung und Qualifizierung.
In der "Initiative Neue Qualität der Arbeit" (Inqa) setzen sich sich Arbeitgeber, Gewerkschaften, die Arbeitsagentur, Sozialversicherungsträger, Kammern und Stiftungen mit der Politik für eine nachhaltige Arbeitskultur ein – entlang der Themenfelder
- Personalführung,
- Gesundheit,
- Wissen & Kompetenz
- sowie Chancengleichheit & Diversity. (geo)



