Vor den Tarifverhandlungen hatten die Beschäftigten mit vielen Aktionen in den Betrieben und einer Kundgebung vor dem Verhandlungsgebäude sich für eine Gehaltsanpassung stark gemacht.

Vor den Tarifverhandlungen hatten die Beschäftigten mit vielen Aktionen in den Betrieben und einer Kundgebung vor dem Verhandlungsgebäude sich für eine Gehaltsanpassung stark gemacht.

Bild: © AVEU/Verdi

Über 30000 Beschäftigte der ostdeutschen Energiewirtschaft erhalten stufenweise insgesamt 3,8 Prozent mehr Gehalt und einen Bonus in Höhe von 600 Euro. Der Abschluss gilt für über 130 Unternehmen des Arbeitgeberverbands energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen e.V. (AVEU).

Auf diesen Tarifabschluss haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in der dritten Verhandlungsrunde geeinigt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die wichtigsten Änderungen

Das Ergebnis im Detail:

  • Zum 1. Juni 2021 steigen die Vergütungen um 2,3 Prozent, Auszubildende erhalten 50 Euro.
  • Zum 1. November 2022 steigen die Vergütungen um 1,5 Prozent, Auszubildende erhalten 50 Euro.
  • Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 27 Monate (bis zum 31. August 2023).
  • Die Corona-Zahlung in Höhe von 600 Euro wird spätestens im Januar 2022 ausgezahlt. Teilzeitkräfte erhalten die Zahlung anteilig. Auszubildende bekommen 300 Euro (ohne Umwandlungsmöglichkeit).
  • Alle Gewerkschaftsmitglieder bekommen zwei Freistellungstage zur Teilnahme an Fachveranstaltungen und Schulungen.

Viele Kommunalversorger sind betroffen

Das Ergebnis gilt für die Tarifgruppe Energie/Versorgung/Umwelt. Zu dieser gehören 130 Mitgliedsunternehmen in Ostdeutschland, vor allem aus den Bereichen Strom, Gas, Fernwärme, Abwasser und Brennstoffe. Dazu zählen unter anderem die Stadtwerke Leipzig, die Thüringer Energie AG, die ENSO Energie Sachsen Ost AG, die Stadtwerke Weimar, die Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg, die VNG-Verbundnetz Gas AG und die Energie und Wasser Potsdam GmbH. (hoe)

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