VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden des bvöd gewählt. Die Nachwahl wurde erforderlich, nachdem Katherina Reiche, die den Verband seit 2015 führte, das Amt im vergangenen Herbst niederlegte.
Liebing sagte nach seiner Wahl, dass er sich für die Interessen der öffentlichen Daseinsvorsorge stark machen werde. "Gerade während der aktuellen Corona-Pandemie stellen die öffentlichen Unternehmen der Daseinsvorsorge ein Stabilitätsanker für Wirtschaft und Gesellschaft dar, die nicht nur die notwendige Infrastruktur bereitstellen, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschland und den gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen", so der Verbandschef.
Organisationsfreiheiten der Nationalstaaten respektieren
Die öffentlichen Dienstleister seien Grundvoraussetzung für ein starkes und wettbewerbsfähiges Europa. "Sie tragen bereits heute entscheidend zum Funktionieren der europäischen Wirtschaft bei. Viele nachgelagerte Wirtschaftstätigkeiten wären ohne funktionierende öffentliche Dienste erst gar nicht möglich", betonte Liebing. Das bedeute aber auch, dass die europäischen Wettbewerbs- und Binnenmarktregelungen die Organisationsfreiheiten der Nationalstaaten bei der Erbringung und Aufgabenerfüllung öffentlicher Dienste respektieren müssten. "Dafür möchte ich mich weiterhin stark machen."
Die weiteren Mitglieder des bvöd-Präsidiums bleiben unterverändert: Sabine Groner-Weber, Mitglied des Vorstandes der Stuttgarter Straßenbahnen AG, Michael Paul, Konzernbeauftragter der Stadtwerke Köln und Sven‐Joachim Otto, E&Y aus Düsseldorf. (amo)



