Innogy sieht in den USA einen bedeutenden Wachstumsmarkt für erneuerbare Energien.

Innogy sieht in den USA einen bedeutenden Wachstumsmarkt für erneuerbare Energien.

Bild: © Innogy SE

Er war maßgeblich an dem Börsengang von Innogy im Jahr 2016 und an der aktuellen milliardenschweren Transaktion zwischen Eon und RWE beteiligt: Gerwig Koch hat 15 Jahre lang bei RWE und Innogy den Bereich Mergers & Acquisitions geleitet, zur Mitte des kommenden Jahres wird der erfolgreiche Spitzenmanager Innogy nun auf eigenen Wunsch verlassen. Der Diplomkaufmann hatte entscheidenden Anteil an der Neuausrichtung der RWE AG und der Neuaufstellung von Innogy. Gemäß einem aktuellen "Handelsblatt"-Artikel ist die prominente Personalie Teil eines größeren Exodus von Führungskräften im Innogy-Konzern. Grund ist die bevorstehende Zerschlagung von Innogy und die Aufteilung der Geschäftsaktivitäten auf Eon und RWE.

Tigges: "Bedauern Ausscheiden von Koch außerordentlich"

Laut dem Artikel hätte Koch sich nach dem Abschluss der Innogyzerschlagung eine neue Aufgabe im neuen Unternehmen suchen müssen. Den M&A-Bereich soll Eon-Manager Alan Bevan übernehmen. Dass man das Know-how von Koch gerne auch künftig im Unternehmen gehalten hätte, zeigt allein die sehr ausführliche Würdigung seines Wirkens durch Innogy-Chef Uwe Tigges in der heutigen Pressemitteilung der RWE-Tochter. "Wir bedauern das Ausscheiden von Gerwig Koch außerordentlich. Wir verlieren nicht nur einen hervorragenden M&A-Spezialisten, sondern auch ein höchst geschätztes Mitglied in unserem Leadership-Team", betonte Tigges.

Leiter Konzernsichherheit IT wechselt zu Porsche

Die von Koch umgesetzten und maßgeblich mitverantworteten Transaktionen umfassten beispielsweise den Verkauf der Amprion AG, den Teilverkauf des tschechischen Gasverteilnetzes, den Verkauf der RWE Dea AG und den Aufbau des Erneuerbaren-Portfolios von RWE/Innogy. Der Investmentbanker war Ende 2003 von der Schweizer Großbank UBS zu RWE gewechselt. Gerwig Koch ist aber offensichtlich nicht der einzige Bereichsleiter, der Innogy verlässt. Laut "Handelsblatt" wechselt der für die IT-Sicherheit im Konzern zuständige Florian Haacke zum Jahreswechsel auf eine nahezu identische Position bei Porsche. Der 47-Jährige hat zuletzt das Trainingszentrum zur Abwehr von Cyberangriffen bei Innogy aufgebaut. Er sitzt in verschiedenen Gremien, unter anderem beim Bundesverband Deutscher Industrie und erhielt erst vor wenigen Wochen den Cybersecurity Leader Award.

Bekannt ist außerdem, dass der Leiter der Unternehmenskommunikation, Peter Heinacher, und Chefjustiziarin Claudia Maynacher Innogy verlassen werden. Eon-Chef Teyssen hatte im Juni den EU-Behörden die Namen des designierten Führungsteams genannt, die Hälfte davon soll von Innogy stammen. (hoe)

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