Harald Kraus ist seit 1. Oktober 2019 Vorstandsmitglied der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) und seit 1. Januar 2020 auch deren Arbeitsdirektor.

Harald Kraus ist seit 1. Oktober 2019 Vorstandsmitglied der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) und seit 1. Januar 2020 auch deren Arbeitsdirektor.

Bild: © Stadtwerke Köln

Manfred Kossack geht – mit dann gut 66 1/2 Jahren – als Personalvorstand beziehungsweise -geschäftsführer und Arbeitsdirektor bei den Dortmunder Stadtwerken (DSW21) und ihrer Tochter Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) jeweils zum Jahresende in Pension. Früher hatte auch ein späteres Ausscheiden im Raum gestanden. Die DEW21 bestätigte der ZfK nun aber, auch bei ihr solle "der Personalwechsel zum Jahreswechsel erfolgen". Die Entscheidung sei in allen Gremien inklusive Aufsichtsrat gefallen, teilte DEW21 am 5. Dezember der ZfK mit.

Demnach endet zum 1. Januar 2020 die Personalunion beim Arbeitsdirektor von DSW21 und DEW21. Kossack wird sie dann elf Jahre und zwei Monate lang ausgeübt haben. In beiden Unternehmen werden die Arbeitsdirektoren in einem dreistufigen Verfahren von den Mitgliedern der Gewerkschaft Verdi innerhalb der Belegschaft nominiert. Dies geschah im April und Mai. Die Bestellung zum Vorstand respektive Geschäftsführer erfolgte dann später durch die jeweiligen Aufsichtsräte. Sie kann zeitlich etwas abweichen, und das ist bei der DSW21 auch der Fall.

Kraus kommt von den KVB

Bei den DSW21 startet zum 1. Januar Harald Kraus (53) als Arbeitsdirektor. Das meldet das Personaler-Portal "Human Resources Manager". In seiner neuen Position wird der bisherige Betriebsratschef der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) demnach direkt an den Aufsichtsratsvorsitzenden OB Ullrich Sierau berichten – auch dies eine Dortmunder Besonderheit. Bereits seit dem 1. Oktober gehört Kraus dem Vorstand der DSW21 an; der Übergang ist also gleitend. Kraus ist im Führungsgremium Kollege des Vorsitzenden Guntram Pehlke und von Verkehrsvorstand Hubert Jung.

Überörtlich war er in der Gewerkschafts- und der Stadtwerkeszene bekannt geworden, als er im Juli 2018 gegen den Willen der Kölner OB Henriette Reker (parteilos) vom Vize-Vorsitz des Stadtwerke-Köln-Aufsichtsrats aus zum Vorsitzenden gewählt worden war. Im September 2018 übergab er an den Konsenskandidaten Garrelt Duin (SPD).

Kossack prägte eine Dortmunder Ära

Bei der DEW21 fängt am 1. Januar der bisherige Betriebsratschef von DEW21 und deren Netztochter Donetz, Dirk Wittmann. als Arbeitsdirektor und Personalgeschäftsführer an. Er wird dann Kollege der Vorstandschefin Heike Heim und des Technischen Geschäftsführers Peter Flosbach. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung gehört mehrheitlich den DSW21. Einen Minderheitsanteil hält Innogy.

Kossack ist ein Dortmunder Urgestein und NRW- sowie bundesweit bestens vernetzt: Der frühere Städtische Verwaltungsdirektor in Dortmund, Koordinator der dortigen Bundesgartenschau und SPD-Ratsfraktions-Geschäftsführer engagiert sich ehrenamtlich

  • im Verband Kommunaler Unternehmen (VKU),
  • im Verwaltungsrat des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und
  • in den kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV NW und VKA).

Rückzug aus dem ersten Ehrenamt

Bei der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) endet Kossacks Vorsitz des Gruppenausschusses für Nahverkehrsbetriebe und Häfen ebenfalls zum Jahreswechsel. Sein Nachfolger für 2020 und 2021 wird Thomas Wissgott. Er ist. Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) und Mitglied der Geschäftsführung der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding.

Kossack gehört auch der Gewerkschaft Verdi an. Im Hauptamt übernahm er 2001 die strategische Unternehmensentwicklung bei DSW21. 2003 wurde er Geschäftsführer bei der Tochter Dortmunder Airport. Seit Oktober 2008 schließlich ist er sowohl bei DSW21 als auch bei der Energie- und Wassertochter DEW21 Personalvorstand respektive -geschäftsführer und Arbeitsdirektor. Zwischenzeitlich war er zusätzlich Hafenvorstand bei der Dortmunder Hafen AG. (geo)

Update vom 5. Dezember 2019: Es wurde nach einer Mitteilung von DEW21 ergänzt, dass auch bei ihr die Stabübergabe zum Jahreswechsel alle Gremien passiert hat. (geo)

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