Ein Mitarbeiter nutzt bislang die Option auf lebenslanges Arbeiten.

Ein Mitarbeiter nutzt bislang die Option auf lebenslanges Arbeiten.

Bild: © Rheinbahn

Ein Formulierungsfehler in Arbeitsverträgen hat Dutzenden Mitarbeitern der Düsseldorfer Rheinbahn ein lebenslanges Arbeitsverhältnis beschert, das vermeldeten gestern mehrere Medien. Der Sprecher des Unternehmens, Georg Schumacher, bestätigte dies, auch, dass es sich hier nicht um einen Aprilscherz handle.

Demnach sei zwischen 1980 und 2001 mehrfach fälschlicherweise eine alte Vertragsversion genutzt worden. Darin habe der Artikel gefehlt, mit dem der Vertrag mit Eintritt ins Rentenalter automatisch beendet wird. Insgesamt soll es rund 100 sogenannte "Papst-Verträge" gegeben haben, aktuell seien es noch 37. Sie würden quer durchs Unternehmen gehen und keine bestimmten Sparten betreffen, schreibt der "Spiegel".

Laut der Tageszeitung "Express", die darüber als erstes berichtete, habe auch einer der Aufsichtsräte einen solchen Vertrag, mehrere der Betroffenen seien in Führungspositionen. Laut dem Blatt, das einen Angestellten zitiert, würden diese Leute "Gehalt bis an ihr Lebensende, plus ihre Rente" bekommen.

Kein Geld fürs Nichtstun

Im "Spiegel" sagte Schumacher indes, dass keiner dafür bezahlt werde, dass er untätig zu Hause sitze. Für das Unternehmen entstünden durch die Papst-Verträge keine Konsequenzen. Wer länger arbeiten wolle, als er müsste, könne dies schon allein aufgrund des demografischen Wandels machen.

Bisher gebe es einen solchen Mitarbeiter, der trotz dem Eintritt ins Rentenalter weiterarbeite. Da er eine ausgebildete Fachkraft sei, habe die Rheinbahn nichts dagegen, heißt es weiter. Das Problem sei der Rheinbahn schon seit einigen Jahren bekannt gewesen. (sg)

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