Bild: © Eon

Das Managerinnen-Netzwerk "Generation CEO" hat sich aufgrund seines Wachstums nach zwölf Jahren kürzlich beim Handelsregister Frankfurt am Main als gemeinnütziger Verein eingetragen. Dies geht aus einer Pressemitteilung von GenCEO vom Montag hervor. Das Netzwerk ist demnach auf 200 Mitglieder angewachsen. Es wird künftig von einem fünfköpfigen Vorstand geführt. Er besteht nun aus der Sprecherin Catrin Hinkel, Anja Hartmann, Beate Rosenthal, Daniela Mündler und Karin Dohm.

Die in GenCEO vernetzten weiblichen Führungskräfte wollen ganz an die Spitze großer Unternehmen im deutschsprachigen Bereich kommen – ohne Pflichtquote, aber im Zuge eines Kulturwandels. Aus der Energiebranche ist Sopna Sury Mitglied, teilte der neue Verein auf ZfK-Anfrage mit. Sie leitet bei Eon Strategie und regulatorische Angelegenheiten.

40 Prozent der Mitglieder gehören bereits Unternehmens-Vorständen an. Etwa 15 Prozent sind Chefinnen (CEOs). Und: Das Netzwerk kommt insgesamt auf 123 Aufsichtsrats- oder Verwaltungsratsmandate. 14 Mitglieder stehen einem Kontrollgremium vor.

Quoten von 30 versus 8,8 Prozent

Dass sich hier noch deutlich mehr bewegen muss, hat GenCEO in ihre Satzung geschrieben: „Zweck des Vereins ist die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus.“ Mit regionalen und überregionalen Veranstaltungen für Mitglieder und Nichtmitglieder, mit aktivem Netzwerken, gegenseitiger Förderung und medialer Präsenz, etwa der jährlichen Auszeichnung "Managerinnen 201X", will der Verein dazu beitragen.

GenCEO zitiert zu dem nicht ausgenutzten Potenzial von Frauen den aktuellen Allbright-Bericht: Am 1. Februar waren 30 Prozent der Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen in Deutschland weiblich, aber nur 8,8 Prozent der Vorstände. Das sei so wenig wie in kaum einem anderen westlichen Industrieland. Für das Netzwerk ist dies "wenig verständlich": Es gebe einen Zusammenhang zwischen einem hohen Frauenanteil und dem Unternehmenserfolg.

Die Gründung eines Mannes

Der Personalberater Heiner Thorborg hatte das Netzwerk 2007 gegründet. Ziel: die Entwicklungschancen von hervorragenden Frauen in die Vorstände hinein zu verbessern. Er übergab GenCEO an die neue Vereinsführung und wird im Verein Ehrenvorsitzender. Er soll zudem als Chairman des "Clubs Generation CEO" gemeinsam mit Präsidentin Pauline Houl die Aktivitäten in China vorantreiben. (geo)

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