Die Schwerpunkte des Förderprogramms liegen in der Wieder- und Weiterverwendung von Materialien, Reparaturen sowie ressourcenschonenden Geschäftsmodellen.

Die Schwerpunkte des Förderprogramms liegen in der Wieder- und Weiterverwendung von Materialien, Reparaturen sowie ressourcenschonenden Geschäftsmodellen.

Bild: © Miha Creative/AdobeStock

Auf knapp 240 Seiten zeigt der Statusbericht: Kreislaufwirtschaft ist sehr viel mehr als das Sammeln, Transportie­ren, Recyceln oder Beseitigen von Abfällen. Kreislaufwirtschaft, oder auch „Circular Economy“, hilft als neues Wirtschaftsmodell bereits jetzt, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und Rohstoffe für den Wirtschaftskreislauf zur Verfügung zu stellen, Tendenz steigend.

Es wird immer mehr recycelt, und so konnte die Branche im Jahr 2021 in Deutschland einen Umsatz von rund 105 Milliarden Euro (+47 Prozent im Vergleich zu 2010) erzielen. Sie ist damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Zudem wachsen auch die Beschäftigtenzahlen: Die Branche beschäftigte 2021 rund 310.000 Erwerbstätige (+11 Prozent im Vergleich zu 2010) und ist damit in Deutschland einer der wichtigsten Arbeitgeber im Bereich der Umweltwirtschaft.

Recycling ist Klimaschutz

Mehr Recycling bedeutet zudem mehr Ressourceneinsparung und damit leistet die Branche auch einen bedeutenden Beitrag zu wirksamem Klimaschutz. So sind in der Abfallwirtschaft die Emissionen seit 1990 von 38 Millionen Tonnen CO2 um knapp 90 Prozent im Jahr 2022 auf 4,3 Millionen gesunken. Jährlich werden allein 60 Millionen Tonnen CO2 durch das Recycling und den nachfolgenden Einsatz von Sekundärrohstoffen vermieden.

„Der Statusbericht zeigt: Es sind die Entsorgungsunternehmen, die nicht nur zuverlässig für saubere Straßen und geleerte Abfallbehälter sorgen, sondern auch die Grundlage für effektives Recycling verwertbarer Abfallströme sicherstellen“, sagte Patrick Hasenkamp, VKU-Vizepräsident und Leiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster. „Die Abfall- und Kreislaufwirtschaft ist für eine nachhaltige Ressourcenwirtschaft also der wichtige Treiber – und treibt damit auch den Klimaschutz entscheidend voran.“

Beitrag zum Green Deal

Zudem sensibilisierten Entsorgungsunternehmen mit ihren Leistungen in der Abfallberatung und Kampagnen zur Abfallvermeidung die Öffentlichkeit vor Ort flächendeckend, so Hasenkamp weiter. Damit sorge die Entsorgungswirtschaft letztlich auch auf europäischer Ebene für die Erfüllung des European Green Deal.

Der Statusbericht der Kreislaufwirtschaft 2024 zeigt zudem:

  • Die Wertschätzung der Branche und ihrer Beschäftigung nimmt zu, gleiches gilt allerdings nicht für die Akzeptanz der für die stoffliche und energetische Verwertung notwendigen Anlagen.
  • Kreislaufwirtschaft digital und innovativ: Die Digitalisierung unterstützt Sammlung und Transport, innovative Verfahren verbessern die Recyclingergebnisse, Start-ups entwickeln neue Ideen.
  • Produzenten und Recycler rücken immer enger zusammen, gleichwohl sind für den Wiedereinsatz von Recyclingrohstoffen die Absatzmärkte sicherzustellen.

Der Statusbericht kann hier kostenlos heruntergeladen werden. (hp)

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