Roland Hambach (links) ist seit 2014 Geschäftsführer des energiewirtschaftlichen Systemhauses Enet, Peter Martin Schroer war von 2002 bis 2018 geschäftsführender Gründungsgesellschafter.

Roland Hambach (links) ist seit 2014 Geschäftsführer des energiewirtschaftlichen Systemhauses Enet, Peter Martin Schroer war von 2002 bis 2018 geschäftsführender Gründungsgesellschafter.

Bild: © Enet

Das Systemhaus Enet, unter anderem Deutschland-Marktführer bei Kalkulationsdatenbanken mit Netzdaten und -tarifen, hat zum Jahreswechsel den Generationswechsel an der Spitze vollendet. Dies geht aus einer Mitteilung auf der Website des Unternehmens aus Hückelhoven bei Mönchengladbach von Ende Dezember hervor.

Demnach ist Peter Martin Schroer, der Enet 2002 gegründet hatte, als Geschäftsführer von Enet und Enet Service in Ruhestand gegangen. Er habe diesen Schritt schon länger mit dem Erreichen seines 60. Lebensjahres geplant, hieß es, ausdrücklich mit dem Ziel, "das Ruder fortan jüngeren Führungskräften zu überlassen".

Hambach nun Alleingeschäftsführer

Damit ist Roland Hambach an Neujahr zum Alleingeschäftsführer geworden. Der 48-jährige Diplom-Ingenieur führte die Geschäfte seit 2014 an Schroers Seite mit. Prokura haben Helga Kockerols-Eßer und Oliver Kunz bekommen. Ebenso bleibt Schroers Sohn Peter jun. Prokurist sowie Product Owner eines Softwareentwicklungsteams.

Nach 17 Jahren hat Enet mehr als 100 Mitarbeiter. Die neue Unternehmensspitze bekannte sich dazu, die "familiäre Atmosphäre" im Unternehmen dennoch fortzuführen.

Schroer engagiert sich weiter für Geschäftsobjekte-Branchenstandard

Schroer sen. kommentierte seinen Schritt so: "Genau genommen müsste man sagen, dass ich mich in den Unruhestand verabschiede." Er wolle Vorsitzender der gemeinnützigen "Interessengemeinschaft Geschäftsobjekte Energiewirtschaft" (hier externer Link) bleiben, die von ihm initiiert worden war, und Enet "mit Rat und Tat" zur Seite stehen.

Die Interessengemeinschaft kämpft für einen einheitlichen, auf die Energiebranche zugeschnittenen Kommunikationsstandard über verschiedene IT-Anbieter hinweg, um so teure und lähmende Schnittstellenprojekte sowie die exponenzielle Zunahme an Schnittstellen überhaupt zu vermeiden und die Anpassung von Energieversorgern an neue Geschäftsprozesse zu beschleunigen. So gehören der Interessengemeinschaft auch konkurrierende Systemhäuser an. (geo)

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