Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz, steigt zum Jahresanfang beim Übertragungsnetzbetreiber aus.

Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz, steigt zum Jahresanfang beim Übertragungsnetzbetreiber aus.

Bild: © 50Hertz

Boris Schucht war Teil der Führungsriege bei Vattenfall, der Wemag und seit 2010 stand er der Geschäftsführung von 50Hertz vor. Nun wechselt er die Branche und steigt als CEO beim international tätigen Urananreicherungsdienstleister Urenco ein. Gegensätzlicher könnten die Stationen seines Lebenslaufs nicht sein.

50Hertz hat Nachhaltigkeit und Umweltschutz laut eigenen Angaben fest im Geschäftsbetrieb verankert: In der nordostdeutschen Regelzone deckten die Erneuerbaren allein im Jahr 2017 über 50 Prozent des Strombedarfs und die Mitarbeit an zahlreichen Sinteg-Projekten soll die Integration von Wind, Sonne und Biomasse ins Energienetz vorantreiben. Dementsprechend paradox wirkt es, wenn Schucht, der diesem klimapolitischen Kurs knapp neun Jahre vorstand, nun den Wert der Atomenergie betont.

Kernenergie als Teil eines ausgewogenen Energiemixes

Urenco spiele eine Schlüsselrolle bei der Produktion zuverlässiger, kohlenstoffarmer Kernkraftwerke, erklärt Schucht zu seiner künftigen Tätigkeit bei Urenco. "Da der Strombedarf steigt, ist eine sichere Energieversorgung unerlässlich. Ich bin persönlich davon überzeugt, dass die Bekämpfung des globalen Klimawandels einen ausgewogenen Energiemix erfordert, bei dem die Kernenergie eine wichtige Rolle spielt", so der frisch ernannte CEO weiter. Schucht wird Thomas Haeberle ab Mai im Amt ablösen. (ls)

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