Voraussichtlich in zwei Monaten kann die Vier-Tage-Woche in Wedel starten.

Voraussichtlich in zwei Monaten kann die Vier-Tage-Woche in Wedel starten.

Bild: © photophonie/AdobeStock

«Mit diesem Modell geht die Stadt Wedel bundesweit als erste Kommune neue Wege bei der Arbeitsflexibilisierung», heißt es auf der Internetseite der Stadt. Zunächst hatte der NDR über das Vorhaben berichtet. Die Stadt will damit auch angesichts unbesetzter Stellen als Arbeitgeber attraktiver werden.

«Schon in zwei bis drei Monaten wollen wir die Vier-Tage-Woche für alle möglich machen, ohne dass sich das Arbeitsentgelt ändert», sagte Personalchef Jörg Amelung. «Die volle wöchentliche Arbeitszeit, egal ob 20, 35 oder 41 Stunden, wird sich auf vier Tage verteilen, da wo es dienstlich möglich und gewollt ist.»

Lokalpolitik ist einverstanden

Die politischen Gremien hätten den Plan in der vergangenen Woche in der Ratssitzung wohlwollend aufgenommen, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Aktuell werde als rechtliche Grundlage die notwendige Dienstvereinbarung erarbeitet.

Voraussichtlich in zwei Monaten könne die Vier-Tage-Woche dann starten. Grundsätzlich sei eine Inanspruchnahme für alle der etwa 430 Mitarbeitenden möglich. «Wir gehen davon aus, dass etwa 80 Prozent der Beschäftigten bei Interesse das Modell theoretisch nutzen könnten», sagte der Sprecher.

Vorreiter in Deutschland

Eine Sprecherin des Deutschen Städtetages sagte der dpa, ein Modell wie in Wedel sei ihr aus einer anderen deutschen Stadt nicht bekannt. Der Verband habe aber auch keinen vollständigen Überblick.

Aus dem schleswig-holsteinischen Gemeindetag hieß es, es stellten sich rechtliche Fragen, zum Beispiel zur täglichen Höchstarbeitszeit. Ähnliche konkrete Vorhaben im Land seien nicht bekannt. (dpa/hp)









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