Zeigen, was sie von langweiligen Standard-Bewerbungsfragen halten: Sebastian Dix (links), Leiter Unternehmenskommunikation und Olaf Schwarz, Leiter Personal, Stadtwerk am See.

Zeigen, was sie von langweiligen Standard-Bewerbungsfragen halten: Sebastian Dix (links), Leiter Unternehmenskommunikation und Olaf Schwarz, Leiter Personal, Stadtwerk am See.

Bild: © Stadtwerk am See

Mit einer "umgekehrten" Mitarbeitersuche will das Stadtwerk am See gegen den Fachkräftemangel vorgehen. Statt mögliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Bewerbung aufzufordern, bewirbt sich das Stadtwerk bei ihnen, teilt der kommunale Versorger mit. Dabei soll auf das übliche "Bewerbungsblabla" verzichtet werden, wie es auf Plakatwänden und in Anzeigen heißt.

Der Ansatz einer "Bewerbung beim Bewerber" bilde letztlich die Realität ab, erklärt Stadtwerk-Personalchef Olaf Schwarz. "Wenn man ehrlich ist, ist es in vielen Fällen genau so: Wir bewerben uns um die Fachkräfte, nicht anders herum."

Innovative Suche

Wie viele andere Unternehmen habe auch das Stadtwerk immer mehr Mühe, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Und das trotz vieler Extraleistungen, die das Stadtwerk bietet, heißt es.

"Wir wollten nicht die 37. ‚Komm ins Team‘-Anzeige machen, sondern einfach aussprechen, was los ist", erklärt Stadtwerk-Kommunikationsleiter Sebastian Dix. "Wir sind als Stadtwerk frisch und innovativ unterwegs, und so sollte auch unsere Mitarbeitersuche sein."

Stadtwerk präsentiert Bewerbungsmappe

Deshalb arbeitet das Unternehmen mit abgedroschenen Bewerbungsfloskeln wie "Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?" oder "Sind Sie eine Karrierefrau?", um diese dann mit genervten Smileys zu kommentieren.

Auf seiner Internetseite präsentiert das Stadtwerk zudem seine eigene Bewerbungsmappe. Ein paar Infos über die Interessenten brauche der Versorger aber letztlich schon.

Einfacher Kontakt

"Wer keine Bewerbungsunterlagen parat hat, kann dies auf der Homepage schnell und pragmatisch selber machen – und ein bisschen Augenzwinkern ist auch noch dabei", erläutert Schwarz. "Wir wollen den Bewerberinnen und Bewerbern den Kontakt so einfach wie möglich machen." (jk)

Hier geht es zum Bewerbungs-Tool des Stadtwerks am See

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