Eine Studie des Softwareherstellers TechSmith hat die Bedeutung von Videos im beruflichen Kontext sowie die dahingehende Erwartungshaltung von Angestellten beleuchtet.

Eine Studie des Softwareherstellers TechSmith hat die Bedeutung von Videos im beruflichen Kontext sowie die dahingehende Erwartungshaltung von Angestellten beleuchtet.

Bild: © TechSmith

Seit der Corona-Pandemie ist nicht nur die Nachfrage nach professionellen Video-Kursen zur beruflichen Weiterbildung gestiegen - auch der Bedarf an informellen Trainingsvideos für den täglichen Gebrauch nimmt zu. Eine Studie des Softwareherstellers TechSmith unter mehr als 900 Büroangestellten aus sechs Ländern zeigt, dass Videos unter den Angestellten sehr beliebt sind.

Unternehmen biete sich dadurch ein enormes Potenzial – vorausgesetzt jedoch, die Videos erfüllen einige wichtige Kriterien, so die Studienautor*innen.

Mindestens ein Video pro Monat

Demnach gab die Mehrheit (83 Prozent) der Befragten an, informative Inhalte am liebsten in Form von Videos zu konsumieren – weit vor Text (43 Prozent) und Audio (32 Prozent). Dabei ist das Aneignen neuer Fähigkeiten oder neuen Wissens zu beruflichen Zwecken der am häufigsten genannte Grund (25 Prozent) für die Suche nach Anleitungs- oder Informationsvideos, gefolgt von Wissensvertiefung zu einem bestimmten Thema (23 Prozent).

Fast alle Befragten (91 Prozent) schauten mindestens einmal pro Monat ein Anleitungs- oder Informationsvideo im beruflichen Kontext an, weit mehr als die Hälfte (71 Prozent) von ihnen mindestens einmal pro Woche. Einige wenige (7 Prozent) greifen sogar bis zu zehnmal pro Woche auf solche Videos zurück.

Auch Videos mit geringem Aufwand sind nachgefragt

Auf die Frage, welche Art von Videos sie am häufigsten nutzen, nannte die Mehrheit der Befragten (56 Prozent) informelle Schulungsvideos. Dabei handele es sich um Videos, die mit vergleichsweise wenig Aufwand erstellt werden und darauf ausgelegt sind, Informationen schnell, authentisch und unkompliziert zu vermitteln, heißt es in der Sutdie.

Die Pandemie habe diesen Trend beflügelt, da bei dezentralen Arbeitsplätzen der Wissensaustausch unter Mitarbeitenden nun vermehrt digital stattfinden müsse. Dicht darauf in der Beliebtheitsskala folgen demnach professionell produzierte Schulungsvideos (54 Prozent). Die Befragten wählen ihre Videos dabei nach bestimmten Kriterien aus: 39 Prozent orientieren sich in erster Linie an der Beschreibung des Videos. Wichtig sind zudem ein aussagekräftiger Titel und die richtige Länge (jeweils 25 Prozent).

Inhalt muss relevant und verständlich sein

Damit die Befragten ein Video nicht vorzeitig abbrechen, muss der Inhalt relevant, leicht nachvollziehbar und verständlich sein (50 Prozent). Idealerweise wird er zudem von einem oder einer kompetenten und motivierten Sprecher*in vermittelt (44 Prozent), was die Inhalte gerade in Zeiten der dezentralen Arbeit lebendiger und persönlicher macht.

Darüber hinaus war den Teilnehmer*innen eine gute Audioqualität wichtig, gefolgt von einer hohen Bildqualität und der Verwendung professioneller Elemente wie Bauchbinden und Text-Overlays.

Mitarbeitende erstellen Videos auch selbst

Bereits 2018 habe TechSmith im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung nachgewiesen, dass 67 Prozent der Teilnehmenden Informationen besser verarbeiten, wenn diese visuell vermittelt werden. Daher sei davon auszugehen, dass Videos in dezentral organisierten Arbeitsmodellen in den nächsten Jahren noch stärker eingesetzt werden.

Videos würden in Zukunft von Mitarbeitenden nicht nur konsumiert, sondern zunehmend auch selbst erstellt – zum Beispiel in Form informeller Screencasts.

Spezifische Interessensgebiete vertiefen

"Personen, die im beruflichen Kontext nach Informationen, Fakten und Anleitungen suchen, wünschen sich in erster Linie gut verständliche Videos, die schnelle Antworten auf bestimmte fachliche Fragen liefern. Mithilfe der Videos wollen sie ihre Aufgaben effizienter erledigen oder spezifische Interessensgebiete vertiefen", sagt Wendy Hamilton, CEO, TechSmith.

Genaue und leicht verständliche Informationen würden von den Zuschauern als besonders wichtig angesehen. Deshalb seien informelle Videos so beliebt geworden. Videos mit guter Audio- und Bildqualität und aussagekräftigen Beschreibungen tragen dazu bei, dass die Informationen als authentisch wahrgenommen werden. Dazu fesseln sie die Betrachtenden fesseln und wecken so ihr Interesse, heißt es weiter. (jk)

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