Welchen Einfluss hat der Einsatz von digitalen Technologien auf die Belegschaft? Wie können Energieversorgungsunternehmen bereits jetzt auf die sich verändernden Anforderungen reagieren? Welche Strategien und Maßnahmen sind hilfreich für die erfolgreiche Gestaltung des digitalen Wandels? Und welche Rolle spielt hierbei die Personalabteilung?
Um diese und weitere Fragen zu beantworten, hat der BDEW gemeinsam mit dem Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini Invent Unternehmen der Energiewirtschaft online befragt und zusätzlich Geschäftsführende und Personalleitende von Versorgern selbst interviewt. Die Ergebnisse zu Chancen und Herausforderungen hinsichtlich der Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft im Energiesektor sind in die Studie „Arbeitswelt der Zukunft im Energiesektor“ eingeflossen.
Zentrale Treiber – extern und intern
Ein Kernergebnis der Untersuchung ist, dass die Einbeziehung aller Mitarbeiter ein wichtiger Erfolgsfaktor aller Digitalisierungsinitiativen ist. So sehen drei von vier der befragten Unternehmen die Qualifizierung ihrer Arbeitskräfte als Antwort auf die Auswirkungen der Digitalisierung.
Die zentralen externen Treiber für Digitalisierungsinitiativen sind laut der Studie Wettbewerb und Kostendruck sowie die Erschließung neuer Geschäftsmodelle. Nicht zuletzt als Folge der Digitalisierung der externen Treiber fordern auch interne Treiber eine beschleunigte Automatisierung mithilfe digitaler Lösungen. Als wichtigste interne Treiber nennen die Befragten Prozessoptimierung und erhöhte Geschwindigkeit bei der Auftragsbearbeitung – Kostensenkungen folgen erst mit einigem Anstand.
Management verändert seine Rolle
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Digitalisierung führt zu signifikanten Rollenveränderungen und neuen Kompetenzanforderungen sowohl in der Belegschaft als auch im Management: Fachübergreifende Kompetenzen wie Flexibilität und Agilität gewinnen für die Entwicklung digitaler Lösungen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit weiter an Bedeutung. (hp)



