Markus Bissel (links) übergibt am 30. Juni 2019 die Technische Leitung der Stadtwerke Jülich an seinen bisherigen Vize und Leiter Netzbetrieb, Uwe Macharey.

Markus Bissel (links) übergibt am 30. Juni 2019 die Technische Leitung der Stadtwerke Jülich an seinen bisherigen Vize und Leiter Netzbetrieb, Uwe Macharey.

Bild: © Stadtwerke Jülich

Die Stadtwerke Jülich übergeben die Technische Leitung zum Monatswechsel im besten Einvernehmen und viel Lob für den scheidenden Markus Bissel an seinen bisherigen Vize und Leiter Netzbetrieb, Uwe Macharey (43). Dies geht aus einer Mitteilung des niederrheinischen Kommunalversorgers auf seiner Website hervor.

Allerdings hat Bissels Weggang einen ungewöhnlichen Grund: Er geht zurück nach Vietnam, wo er bereits früher für die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) tätig war. Nun wird er dort erneut ein umfangreiches Projekt führen. Bissel: "Ich freue mich, Menschen, die nicht unseren Bildungsstand haben, in ihrer Weiterentwicklung unterstützen zu können."

Zählerwechsel per Smartphone erfasst

Der designierte Technische Leiter Uwe Macharey ging aus einem normalen Auswahlverfahren aus mehreren Kandidaten hervor. Der promovierte Elektro- und Informationstechnik-Ingenieur vom RWTH-Institut für Hochspannungstechnik sowie "Technische Führungskraft" für Strom und Gas arbeitet seit zwei Jahren mit Markus Bissel zusammen. Beide blicken mit einem 40-köpfigen Team auf folgende Highlights zurück:

  • die mobile Erfassung von Zählerwechseln per Smartphone
  • den Aufbau einer Glasfaser-Versorgung im Projekt "Jülink"
  • das Hereinholen externer Dienstleistungen ins eigene Haus durch Einstellung von Fachpersonal (Insourcing)
  • die Errichtung eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) für das Jülicher Freibad
  • eine verstärkte Kooperation mit der örtlichen Hochschule: Ein Praktikant wird seine Master-Arbeit mit Hilfe der Stadtwerke zu Netzverlusten schreiben.
  • die Einführung eines ISMS. Mit diesem Informations-Sicherheits-Management-System werden Prozessdaten vor Zugriffen von außen geschützt. Die Zertifizierung stehe kurz bevor, heißt es.
  • Gas- und Strom-Versorgungskonzepte im Krisenfall
  • die erfolgreiche Erstprüfung der Strom-, Gas- und Wassernetze im Technischen Sicherheitsmanagement (TSM)
  • die Bewerbung um Wasserkonzessionen (geo)
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