Die Forschungsgemeinschaft für Elektrische Anlagen und Stromwirtschaft (FGH) hat Andreas Olbrich zum ersten geschäftsführenden Vorstand im Hauptamt seit über 20 Jahren gewählt. Das geht aus einer Pressemitteilung des gemeinnützigen Vereins vom Rosenmontag hervor. Ziel ist demnach eine "stringentere Fortentwicklung der gesamten FGH". Olbrich tritt sein Amt am 1. März an.
Die FGH ist ein Forschungs- und Entwicklungs-Dienstleister zu allen Themen der Stromversorgung. Sie bietet für energietechnische Anlagen und Stromnetze Ingenieurs-, Beratungs- und Prüfdienstleistungen sowie Zertifizierungen an. Die elektrischen Eigenschaften dezentraler Erzeugungsanlagen, -einheiten und -komponenten werden bei der FGH als unabhängiger akkreditierter Stelle vermessen. Man verstehe sich dabei als "technisches Gewissen der Energiewende", hieß es.
Top-Manager bei Ausrüster und bei Berater für Energiebranche
Hinzu kommen eine eigene Software-Entwicklung und ein Weiterbildungs-Programm. Jüngst veröffentlichte die FGH Forschungsergebnisse zum Zusammenspiel von E-Mobilität, Nutzerverhalten und Stromnetzen (hier externer Link). Präsident ist Alexander Montebaur, Chef des nordostdeutschen Eon-Verteilnetzbetreibers Edis. Die Töchter des Vereins, FGH GmbH und FGH Zertifizierungsgesellschaft mbH, beschäftigen 75 Ingenieure in Aachen, Mannheim, Hamburg und Paris.
Andreas Olbrich (56) war nach seiner Promotion in Maschinenbau an der RWTH zunächst in der Industrie tätig. Dann wurde er nacheinander Berater in den energiewirtschaftlich spezialisierten Unternehmen Management Engineers, Bearingpoint und Conenergy, in letzterem bis Herbst 2016 drei Jahre lang als Geschäftsführer. Danach führte Olbrich die Geschäfte der Richard Bergner Elektroarmaturen, eines mittelständischen Herstellers für Hochspannungs-Freileitungsarmaturen in Schwabach bei Nürnberg.
RWTH-Moser bleibt ehrenamtlicher Vorstand
Beim FGH e. V. wurde Olbrich nun Kollege des weiter ehrenamtlich arbeitenden wissenschaftlichen Vorstandes Albert Moser. Moser leitet im Hauptamt das Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft an der RWTH. Olbrichs Vorstandsposition war seit 2013 nicht mehr besetzt. Damals war Armin Schnettler zum Siemens-Konzern gewechselt. Seit diesem Jahr ist Schnettler Executive Vice President und designierter Chief Executive Officer der Abspaltung "Siemens Energy". (geo)



