Beim Freiburger Energie- und Umweltdienstleister Badenova steht ein Generationswechsel bevor. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Thorsten Radensleben (59) und Technik-Vorstand Mathias Nikolay (66) treten gemeinsam Ende Februar 2022 in den Ruhestand, wie der kommunale Versorger mitteilt.
Diesen Zeitplan hat jetzt auch der Aufsichtsrat des Unternehmens beschlossen. Mit den seit Juli im Amt befindlichen neuen Vorständen Hans-Martin Hellebrand (41) und Heinz-Werner Hölscher (47), sind die Nachfolger bereits gefunden. Zudem werde eine Reduzierung von drei auf zwei Vorstandsmitglieder angestrebt.
Verdienste um Digitalisierung
Der Betriebswirt Thorsten Radensleben kam 2002 von der Erdgas Schwaben zu Badenova. Er habe die Digitalisierung des Unternehmens vorangetrieben und damit neue Vertriebswege und Vertriebsstrategien eröffnet.
Für seinen Beitrag zur Rekommunalisierung der Stadtwerke-Holding Thüga ist Radensleben 2010 zu Deutschlands "Energiemanager des Jahres" gewählt worden.
Neue Gesellschafter gewonnen
Der Diplom-Ingenieur Mathias Nikolay war bereits Vorstand im Freiburger Vorgängerunternehmen FEW. In dieser Funktion habe er wesentlich am Zustandekommen der Badenova in den Fusionsjahren 2000 und 2001 mitgewirkt. Als Gründungsvorstand bei Badenova verantwortete er die Kommunalbetreuung, den Innovationsfonds und sämtliche technischen Bereiche inklusive der Tochtergesellschaften.
Er hat die ökologische Ausrichtung von Badenova durch zahlreiche Wind- und Solarprojekte, durch den Einstieg in Biogas und durch wegweisende Projekte des Innovationsfonds vorangetrieben. Zu seinen wichtigsten Leistungen gehört die Gewinnung neuer kommunaler Gesellschafter.
Künftige Doppelspitze
Zukünftig sollen die beiden neuen Vorstände Hans-Martin Hellebrand und Heinz-Werner Hölscher den Versorger als Doppelspitze führen. Hellebrand soll sich schwerpunktmäßig auf die Themen Vertrieb, Finanzen, Digitalisierung und Innovation fokussieren. Höscher verantwortet dagegen Netze, Wärme/Erneuerbare Energien und Kommunalmanagement. (jk)



