Soll es mit dem Klimazielen bis 2030 klappen, braucht es nicht nur den Zubau von Erneuerbaren-Anlagen, sondern auch ein Vermarktungskonzept für Bestands-Anlagen, die ab 2021 nach und nach aus der fixen EEG-Einspeisevergütung fallen. Die dena hat 128 Experten aus dem Marktumfeld der Erneuerbaren zum Thema PPA befragt. Die Branche ist sich einig: Sowohl für Alt- als auch für Neuanlagen sind die Direktverträge ein Finanzierungsmodell.
81 Prozent der Befragten sehen Corporate Green PPA als wichtiges bzw. sehr wichtiges Geschäftsmodell für den künftigen Strommarkt. Genauso viele Akteure sehen PPA vor allem als Geschäftsmodell für den Weiterbetrieb von Anlagen, die aus der EEG-Förderung fallen. 72 Prozent wiederum sehen auch Chancen für die Finanzierung von neuen Anlagen.
Regulatorische Unsicherheiten
Auch potenziellen Nachfragen stehen PPA offen gegenüber: 74 Prozent der Teilnehmer bewerten die langfristige Preissicherheit als größten Vorteil, fast genauso viele Teilnehmer (72 Prozent) nannten den Bezug von grüner Energie mit Herkunftsnachweis als Motivation.
Allerdings benannten die Marktakteure auch klare Hindernisse und Risiken, die den Durchsatz von PPA beeinträchtigen können. Größte Hürde sind laut den Umfrage-Teilnehmern die fehlenden Erfahrungswerte in Deutschland (51 Prozent). Aber auch die Komplexität der Verträge finden 47 Prozent als kritisch, und auch die Ungewissheit bezogen auf staatliche Regulierungen sehen 42 Prozent als Hemmnis. Aus Sicht der dena führt auch die mangelnde Preistransparenz beim Abschluss von Corporate Green PPA besonders bei potentiellen Nachfragern zu großen Unsicherheiten. (ls)



