Geschäftsführer Uwe Horn steht schon bald nicht mehr an der Spitze der Stadtwerke Passau. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, habe man sich in "beidseitigem Einvernehmen" getrennt. Horn soll demnach im Amt bleiben, bis die Nachfolge geregelt ist.
Horn führt das kommunale Unternehmen seit Anfang 2018. Er hatte die Stadtwerke in herausfordernden Zeiten übernommen, wie Oberbürgermeister Jürgen Dupper der Passauer Neuen Presse berichtete.
Keine Schlammschlacht
Gegenüber der Regionalzeitung räumte der Noch-Stadtwerke-Chef ein, dass er nicht immer der gleichen Meinung gewesen sei wie die Stadt. Eine schmutzige Trennung werde es aber nicht geben. Man wolle gemeinsam im Interesse der Stadt handeln.
Der Oberbürgermeister rechnet damit, dass der Aufsichtsrat die Nachfolge Horns noch in diesem Jahr regeln werde. Leicht dürfte es für den Nachfolger nicht werden. Wirtschaftlich stehen die Stadtwerke nicht gut da. 2020 betrug das Defizit laut Passauer Neuer Presse rund 545.000 Euro, für das vergangene Jahr wird mit einem Minus von einer Mio. gerechnet. Grund zur Sorge sieht der OB dennoch nicht. Anders als andere Kommunen erwarte man von den Stadtwerken nicht, dass diese Gewinne machen. Wichtig sei, dass die Grundversorgung der Passauer mit Strom, Wasser, Gas und Wärme gewährleistet sei. „Und das ist sie." (amo)



