Klaus-Otto Meyer ist der neue Verbandsvorsteher des "Kommunalen Anteilseignerverbandes der Wemag" (KAV), in dem 200 Gemeinden ihre Mehrheitsbeteiligung an dem Regionalversorger Wemag aus Schwerin bündeln. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Wemag hervor. Demnach wählte die Verbandsversammlung am Montag den parteilosen Bürgermeister der Gemeinde Uelitz im Kreis Ludwigslust-Parchim für fünf Jahre zum Nachfolger des Gründungs-Verbandsvorstehers Michael Ankermanns, der im Juni als Rathauschef der Stadt Warin zugunsten Björn Grieses abgewählt worden war. Griese gehört dem KAV-Vorstand nun als einfaches Mitglied an. Wemag-Vorstand Caspar Baumgart dankte Ankermann für seine fünfjährige "hervorragende Arbeit".
Der Vorstand hat auch sonst "viele neue Gesichter", wie Meyer erwähnte:
- Meyers Erster Stellvertreter ist Holger Anders (FDP), Bürgermeister der Stadt Laage im Kreis Rostock. Er löst Thomas Brandt ab, den ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Groß Pankow.
- Als Zweite Stellvertreterin wurde Margret Seemann (SPD) wiedergewählt. Sie ist Bürgermeisterin der Stadt Wittenburg im Kreis Ludwigslust-Parchim.
Einigkeit und Telekommunikation
Darüber hinaus wurden neben Björn Griese fünf weitere einfache Vorstände neugewählt:
- Alfred Matzmohr (Amt Hagenow Land)
- Horst-Dieter Keding (parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Sukow)
- Hergen Reker (Amt Putlitz-Berge im brandenburgischen Kreis Prignitz)
- Marko Schilling (SPD, Bürgermeister der Gemeinde Lüttow-Valluhn) und
- Sven Borgwardt (Amt Stralendorf – soweit nicht anders angegeben, alle aus dem Kreis Ludwigslust-Parchim).
Meyer sagte zur Strategie des KAV, ihm sei mit Blick auf die Erneuerbaren, besonders den Ausbau der Windkraft, wichtig, dass die Kommunen mit der Wemag "an einem Strang ziehen". Zudem werde die Telekommunikation "maßgeblich unsere und die Zukunft des Unternehmens mitbestimmen".
"Erfolgsgeschichte Kommunalisierung"
Der KAV hatte sich 2009 gebildet und mit Wirkung für 2010 dem Großkonzern Vattenfall knapp drei Viertel der Aktien der Wemag abgekauft. Den Rest halten das Stadtwerke-Netzwerk Thüga und mit 0,14 Prozent die Stadt Grabow im Kreis Ludwigslust-Parchim. "Erfreulich ist, wie die Kommunalisierung der Wemag vor zehn Jahren inzwischen allseits als Erfolgsgeschichte bewertet wird", so Klaus-Michael Glaser vom Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern, der ehrenamtlich die Geschäfte des KAV führt. "Wir bedanken uns bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die 2009 – durch unsere Beratung – die Mehrheit übernommen haben."
Caspar Baumgart, Kaufmännischer Vorstand, versprach, die rund 200 kommunalen Anteilseigner in Westmecklenburg und der brandenburgischen Prignitz könnten mit einer "konstanten" Ausschüttung rechnen. Für 2017 wie für 2018 betrug sie jeweils gut 16 Mio. Euro. (geo)



