"Homeoffice im Ausland" stellt Arbeitgeber vor rechtliche Herausforderungen. (Symbolbild)

"Homeoffice im Ausland" stellt Arbeitgeber vor rechtliche Herausforderungen. (Symbolbild)

Bild: © standsome worklifestyle/Unsplash

Im ersten Quartal 2023 der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung drehte sich alles um die Urlaubskultur in deutschen Unternehmen. Durchschnittlich gewähren diese 29 Tage Erholungsurlaub. Unbezahlter Urlaub, Bildungsurlaub, Sabbatical und "Workation" (also die Verschmelzung von Urlaub und Arbeit) seien laut der ifo-Mitteilung zum derzeitigen Zeitpunkt noch recht wenig verbreitet. 

Auch die Art und Höhe der Auszahlung sind unterschiedlich: In 62 Prozent der Unternehmen würde sich laut der Mitteilung die Höhe des Urlaubsgeldes anteilig nach dem Bruttogehalt berechnen, die anderen 38 Prozent erhalten eine Pauschale. Im ersteren Fall erhalten die Angestellten rund 55 Prozent ihres Bruttolohns. Während bei dem pauschalen Urlaubsgeld pro Urlaubstag durchschnittlich 22,50 gezahlt werden.

Mehrheitlich wird Bildungsurlaub angeboten  

Der Bildungsurlaub variiert von Bundesland zu Bundesland. Er ist gesetzlich in den Ländern verankert. Bayern und Sachsen sind hiervon ausgenommen. In mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen (59 Prozent) könnten laut dem ifo-Institut die Beschäftigten Bildungsurlaub zu nehmen. Aber der Anteil der Unternehmen, die Bildungsurlaub gewähren, nimmt mit sinkender Betriebsgröße ab. 86 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten bieten Bildungsurlaub an, bei jenen mit bis zu 49 Mitarbeitenden sind es 41 Prozent. Im Durchschnitt nehmen 3,5 Prozent der Beschäftigten ein derartiges Angebot wahr. 

Sabbatical wird am seltesten beansprucht

Unter Sabbatical wird unbezahlter Sonderurlaub verstanden, der bis zu einem Jahr andauern kann. Laut dem ifo-Institut könnten knapp einem Viertel der Beschäftigten dies in Anspruch nehmen. In der Mehrheit der Unternehmen (59 Prozent) ist dies jedoch nicht möglich. Das Sabbatical wird von den hier erwähnten Zusatzangeboten am seltensten in Anspruch genommen: Der durchschnittliche Anteil der Belegschaft liegt bei unter einem Prozent. Die Dauer eines Sabbatjahrs liegt dabei durchschnittlich bei 99 Tagen, der Median liegt hier bei 60. 

"Workation": Noch kaum genutztes Potenzial für Flexibilisierung

Neben den bisher beschriebenen Urlaubsformen taucht der Begriff "Workation" immer häufiger auf. Darunter versteht man wortwörtlich die Verschmelzung von Arbeit und Urlaub. Beschäftigte reisen an einen (Urlaubs-)Ort und arbeiten dort während des Urlaubs, teilweise auch mit reduzierter Arbeitszeit.

Aktuell wird "Workation" noch eher selten genutzt bzw. angeboten. Dies unterstreicht auch die Neuartigkeit dieses Konzepts. Insgesamt böten laut der ifo-Mitteilung acht Prozent der befragten Unternehmen die "Workation" an. Damit dies Einzug in den Arbeitsalltag nehmen kann, müssen Unternehmen die dafür notwendigen Formalitäten eingehend prüfen. Denn für alle Formen der Arbeit außerhalb der Betriebsstätte sind die gesetzlichen Bestimmungen zu Datenschutz, Arbeitszeit und dem Arbeitsschutz einzuhalten. (gun)

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