Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Gießen (SWG) hat Andreas Hergaß zum neuen Kaufmännischen Vorstand bestellt. Als Bankkaufmann und Diplom-Ökonom bringt er jede Menge Erfahrung mit und tritt am 1. September 2024 die Nachfolge von Jens Schmidt an.
Sein umfangreicher Erfahrungsschatz, seine Vision von einem modernen Stadtwerk und sein Verständnis für kommunale Belange hätten den Aufsichtsrat überzeugt, heißt es in einer Mitteilung für die Presse.
Hergaß als Digitalisierungsexperte
Hergaß war bis vor kurzem Geschäftsführer der Wegatech Greenergy. Das Scale-up aus Köln, bei dem praktisch alle Prozesse von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme digital ablaufen, hat sich mit Lösungen zum Einsatz erneuerbarer Energien einen Namen gemacht.
Bis 2020 leitete er die HessenEnergie – Gesellschaft für rationelle Energienutzung. Bis 2015 war er Vorstand bei der Ensys, einem Tochterunternehmen der Süwag, später der Technischen Werke Ludwigshafen. Hergaß ist 57 Jahre alt. Seine Karriere startete er mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann, der ein Studium der Wirtschaftswissenschaften folgte.
Das waren die Gründe für die Bewerbung
Hergaß kennt die Stadtwerke Gießen schon länger. „Zwei Aspekte haben mich schon immer fasziniert: die Innovationskraft und dass die SWG nach wie vor zu 100 Prozent in kommunaler Hand sind. Diese Konstellation schafft Entscheidungsspielraum, den viele Mitbewerber nicht haben“, nennt Andreas Hergaß die Punkte, die für seine Entscheidung maßgeblich waren, sich auf den Posten zu bewerben.
Die Zukunft der SWG zu gestalten, bedeutet für Andreas Hergaß aber nicht, alles infrage zu stellen. Er formuliert es so: „Ich halte den Weg, den die SWG eingeschlagen haben, für richtig. Aber weil sich die Rahmenbedingungen permanent ändern, gilt es, gleichermaßen sorgfältig und behutsam zu prüfen, wann und wo es Anpassungen bedarf.“ (amo)



