Alexander Schraml ist seit 1998 und noch bis Ende 2020 der Gründungsvorstand des "Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg AöR" ("KU"), Eva von Vietinghoff-Scheel dort die Justiziarin und Geschäftsführerin mehrerer Töchter. Seit Dezember 2019 ist sie per 1. April 2020 zur Vorständin bestellt.

Alexander Schraml ist seit 1998 und noch bis Ende 2020 der Gründungsvorstand des "Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg AöR" ("KU"), Eva von Vietinghoff-Scheel dort die Justiziarin und Geschäftsführerin mehrerer Töchter. Seit Dezember 2019 ist sie per 1. April 2020 zur Vorständin bestellt.

Bild: © Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg AöR

"Das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg AöR" (KU) hat die Nachfolge von Alexander Schraml entschieden – er ist seit 1998 Gründungsvorstand. Es wird eine Nachfolgerin und es wird eine Inhouse-Lösung: Eva von Vietinghoff-Scheel heißt sie. Und es wird ein gleitender Übergang. Das geht aus einer Pressemitteilung der Kommunalholding vom 19. Dezember hervor, in die der Kreis vor 22 Jahren seine wirtschaftlichen Aktivitäten ausgelagert hatte. Das "KU" berief sich darin auf einen Kreistagsbeschluss vom 9. Dezember auf Vorschlag des Verwaltungsrats.

Eva von Vietinghoff-Scheel trägt seit 2016 Verantwortung in Unternehmen des Landkreises, die entweder zur Holding "Kommunalunternehmen" gehören oder für die das KU die Geschäfte besorgt. Leitete sie zuvor unter anderem einen Geschäftsbereich im Landratsamt, verantwortete sie im Oktober 2016 zunächst die Zweckverbände "Fernwasserversorgung Mittelmain" (FWM) und "Abwasserbeseitigung Großraum Würzburg" (AGW).

Seit November 2018 wirkt sie zusammen mit Schraml als FWM-Werkleiterin. Sie wurde Justiziarin des KU, Mitgeschäftsführerin der Tochter "Immobilien KU GmbH" sowie Betriebsleiterin und Mitgeschäftsführerin der Tochter "Procura Dienstleistungs GmbH". Zugleich verantwortet sie die Initiative der ambulant betreuten Wohngemeinschaften und die Bauphase der Seniorenzentren Bergtheim und Uettingen.

Lob für Führungsstil der Nachfolgerin

Landrat Eberhard Nuß (CSU), der die Gründung des KU 1998 maßgeblich vorangetrieben hatte, lobte Eva von Vietinghoff-Scheels Fachqualifikation als Volljuristin, Führungserfahrung und Vernetzung. Vorstand Schraml ergänzte, sie werde für ihren "kooperativen, transparenten und zielstrebigen Führungsstil geschätzt“.

Das "KU" ist im rechtlichen Sinne kein bayerisches "Kommunalunternehmen", sondern es trägt nur diesen Namen beziehungsweise diese Abkürzung. Es ist vielmehr rechtlich eine "Anstalt des öffentlichen Rechts" (AöR). Mit ihren Tätigkeiten setzt die Gruppe jährlich 80 Mio. Euro um. Dazu gehören:

  • Entsorgung, Wasser und Abwasser – der KU-Abfallwirtschaftsbetrieb "Team Orange" ist auch für die Zweckverbände Fernwasserversorgung Mittelmain (FWM) und Abwasserbeseitigung Großraum Würzburg (AGW) tätig
  • Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) mit "APG – dem Landkreisbus"
  • Krankenhausversorgung und Altenhilfe mit der Main-Klinik in Ochsenfurt
  • diverse Dienstleistungen: Pflege- und Wohnberatung, die Procura Dienstleistungs GmbH und die Immobilien KU GmbH

Dreivierteljahr Übergang

Schraml ist 59 Jahre alt. Er sagte der ZfK am Donnerstag, er wolle nach einem Dreivierteljahr Übergang an der Spitze des KU gemeinsam mit Eva von Vietinghoff-Scheel auf jeden Fall auf seine Vorstands-Position verzichten. Schraml kann sich danach eine projektbezogene Zuarbeit für das KU vorstellen, das sei aber noch nicht definiert.

Seit 1999 ist der promovierte Jurist Lehrbeauftragter für Pflegemanagement an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, seit 2002 darüber hinaus dort Honorarprofessor für das Recht der Gesundheits- und Pflegeberufe. Das geht aus seinem Eintrag im Würzburgwiki hervor. Seit 2005 ist er alleiniger Vorstand des KU. (geo)

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