Mit den ZFK NachhaltigkeitsAWARDs machen wir kommunales Engagement für Nachhaltigkeit sichtbar. Die Redaktion der ZFK hat unter zahlreichen Bewerbungen je drei Projekte in fünf Kategorie ausgewählt. Diese zeichnen sich durch besonderen Ressourcenschutz, Innovation, Kreativität oder Einsatz aus. Um am 4. November in Berlin die ersten Preise zu vergeben, fragen wir nun Sie: Welches Projekt hat eine Auszeichnung verdient?
Es folgt eine Übersicht der Nominierten in den fünf Kategorien. Klicken Sie die Boxen für mehr Details. Für die Abstimmung nutzen Sie bitte unser Abstimmungstool.
Energie
In der Kategorie "Energie" sind nominiert: Stadtwerke Hettstedt GmbH, SachsenEnergie AG und die EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co. KG gemeinsam mit Kommunale Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen GmbH.
Systemisch gedacht: Grüne Fernwärme für Hettstedt
von Stadtwerke Hettstedt GmbH
Mit dem Projekt "Grüne Fernwärme Hettstedt" entwickeln die Stadtwerke Hettstedt ihr bestehendes Fernwärmesystem zu einer zunehmend erneuerbaren und ressourceneffizienten Wärmeversorgung weiter. Kern ist die neue Energiezentrale mit Anlagen zur Nutzung von Umweltwärme, einem geothermischen Wärmespeicher sowie drei Warmwasserspeichern mit jeweils 125 Kubikmeter. Über eine rund 800 Meter lange Fernwärmetrasse DN 250 wird die neue Energiezentrale mit dem bestehenden Fernwärmenetz verbunden.
Das Besondere ist der systemische Ansatz: Erneuerbare Wärmeerzeugung, Umweltwärme, kurz- und langfristige Wärmespeicherung sowie vorhandene Netzinfrastruktur werden intelligent miteinander verknüpft. Dadurch kann der Einsatz fossiler Energieträger schrittweise reduziert, erneuerbare Wärme flexibel genutzt und gleichzeitig eine sichere und wirtschaftliche Wärmeversorgung gewährleistet werden.

Heizen mit Grubenwasser aus dem Bergbau
von SachsenEnergie AG
Im Stadtteil Dresden-Gorbitz befindet sich ein lokales Wärmenetz. Dieses wird derzeit aus dem Primärnetz über eine Wärmeübertragerstation mit Wärme versorgt. In Zukunft soll das Grubenwasser aus einem Entwässerungsstollen alter Bergbaugebiete thermisch genutzt werden. Er leitet Wasser, welches untertage anfällt, in die Elbe ab. Damit es thermisch genutzt werden kann, ist eine Förderung des Grubenwassers an die Oberfläche erforderlich. Nach dem Wärmeentzug wird das Grubenwasser wieder in den Stollen zurückgegeben. Zur Unterbringung der Technik wird eine Kaverne im Stollen errichtet. Der Großteil der Technik wird oberirdisch angeordnet, um einen einfachen Betrieb zu ermöglichen. Um die Wärme bedarfsgerecht einzuspeisen, wird neben der Wärmepumpe ein Speicher vorgesehen. Aufgrund geringer Lasten ist im Sommer eine Einspeisung der Wärme in das Zentrale Fernheiznetz vorgesehen. Somit besteht die Möglichkeit, die konstant verfügbare Wärmequelle Grubenwasser ganzjährig effizient zu nutzen.

Wärme aus der Phosphorrückgewinnung zum Heizen nutzen
von EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co. KG gemeinsam mit Kommunale Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen GmbH
Für das Gelingen der kommunalen Wärmewende in Hildesheim wurde zwischen der EVI Energieversorgung Hildesheim AG & Co. KG (EVI) und der Kommunale Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen GmbH(KNRN) ein Wärmeliefervertrag geschlossen.
Basis des Projektes ist das Recycling des im Klärschlamm enthaltenen Phosphor, dass 22 rein kommunale Abwasserentsorger über die gemeinsame Gesellschaft KNRN in Hildesheim thermisch verwerten. Die dabei entstehende Wärme wird in das öffentliche Fernwärmenetz der EVI eingespeist und somit ein erheblicher Anteil des Wärmebedarfs aus diesem Reststoff gewonnen.
Die Wärmeversorgung wird durch die von KNRN in die Logistik-Kette integrierte Volltrocknung von circa einem Drittel der Klärschlammmenge möglich.
Dazu errichtet KNRN eine Monoklärschlammverbrennungsanlage (MKVA) in Hildesheim und auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage in Hameln eine Klärschlammtrocknungsanlage (KTA).
Herausragend ist hierbei die Vernetzung der Ver- und Entsorgung der Kommunen.

Digitalisierung
Den NachhaltigkeitsAWARD in der Kategorie Digitalisierung dürfen wir mit freundlicher Unterstützung unseres Sponsors DKB vergeben.
In der Kategorie "Digitalisierung" sind nominiert: Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH, EWR AG und Lechwerke AG.
Greenwashing vermeiden mit dem EmpCo-Checker
von Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV)
Mit dem "EmpCo-Checker" setzt die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) einen neuen Standard für transparente Nachhaltigkeitskommunikation. Als KI-gestützte "First Line of Defense" gegen Greenwashing prüft dieser Agent geplante Kommunikations-und Marketingaussagen automatisiert auf Konformität mit der EU-EmpCo-Richtlinie.
Die Disruption: Er fungiert nicht als starre Blockade, sondern als kognitiver Sparringspartner. Über eine Ampellogik warnt er vor pauschalen Claims (wie reinem Offsetting) und liefert sofort rechtskonforme, belegbare Formulierungsvorschläge. So werden unsere Teams kontinuierlich "on the job" geschult.
Der Impact ist systemisch: Indem irreführende Claims blockiert werden, lenkt der Agent Investitionen von reinen Marketing-Botschaften in echte, physische Emissionsreduktionen um. Er schützt den Nachhaltigkeitsdiskurs, befähigt Konsumenten zu fundierten Entscheidungen und übersetzt ethische Leitplanken in einen skalierbaren Workflow. Klimaschutz durch radikale Transparenz.

Wärme, Netz und Klimaanpassung gemeinsam denken mir dem Netzmaster
von EWR AG
Die Wärmewende scheitert nicht am Willen, sondern am Netz: Jede neu geplante Wärmepumpe wird zur Lastspitze im Verteilnetz. Die EWR Gruppe hat dafür den Netzmaster entwickelt, einen digitalen Zwilling, der das gesamte Konzessionsgebiet vollständig digitalisiert. Die EWR Climate Connection speist darin die von ihr durchgeführten kommunalen Wärmeplanungen ein, Gebäude-, Verbrauchs- und Potenzialdaten treffen auf die reale Stromnetzentwicklung. Zusätzlich fließen öffentliche Gefahrenkarten zu Überschwemmung und Starkregen ein, sodass Infrastruktur nie wieder blind an falscher Stelle geplant wird. Aus Beratung und Netzplanung wird so ein System, das Wärmewende, Netzausbau und Klimaanpassung erstmals gemeinsam denkt, statt in Insel-Tools. Ein Modell, das zeigt, wie Kommunalversorger die größte Infrastrukturaufgabe seit Jahrzehnten digital und zukunftssicher lösen.
Über eine Plattform zahlreiche kommunale Anwendungen betreiben mit Inno.Live
von Lechwerke AG
Inno.Live schafft die digitale Grundlage für nachhaltige und intelligente Kommunen. Ein flächendeckendes, energieeffizientes Sensor- und Datennetz macht kommunale Infrastruktur und lokale Umweltdaten digital sichtbar und befähigt so Kommunen zum effizienteren Einsatz von Wasser, Energie, Zeit und Finanzen.
Die Anwendungsfälle sind vielfältig: Feuchtigkeitssensoren ermöglichen eine bedarfsgerechte Bewässerung, intelligente Abfallbehälter optimieren Entsorgungsrouten, digitale Beleuchtungslösungen senken den Energieverbrauch, Temperatursensoren machen die Hitzeentwicklung in Innenstädten transparent und Pegelsensoren bilden einen Teil des kommunalen Hochwasser-Monitorings.
Kern der Lösung ist ein skalierbares Smart-City-Ökosystem aus einer Hand mit passender Infrastruktur (Sensorik, LoRaWAN-Funknetz und digital angebundenen Ortsnetzstationen) und einer Plattform, wo die gewonnenen Daten zentral zusammengeführt und in konkrete Handlungsmöglichkeiten übersetzt werden.

Wasser
In der Kategorie "Wasser" sind nominiert: SWN Stadtwerke Neumünster GmbH, rhenag Rheinische Energie AG und Wasserbeschaffungsverband Kreis Herford-Wes.
Trinkwasser als Wärmelieferant
von Stadtwerke Neumünster GmbH
Die Stadtwerke Neumünster entziehen ihrem eigenen Trinkwasser mittels einer Wärmepumpe Wärme, um damit klimafreundlich zu heizen. Als eines der ersten Wasserwerke Deutschlands. Möglich wurde dies durch eine Anpassung der Trinkwasserverordnung 2023. SWN erwirkte die behördliche Genehmigung und realisierte anschließend eine technisch aufwendige, mehrfach abgesicherte Anlage: Statt Sole kommt reines Wasser zum Einsatz, Wärmetauscher sind doppelwandig ausgeführt, Sensorik schützt vor jedem Kontaminationsrisiko. Das Ergebnis: 45 Kilowatt Wärmeleistung, eine Jahresarbeitszahl von rund 4 und rund 75 Prozent weniger Stromverbrauch gegenüber konventioneller Heizung - bei einem Wasserverbrauch von exakt null zusätzlichen Litern. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, um eine bundesweite Regelung für die Nutzung von Trinkwasser als Wärmequelle vorzubereiten. Neumünster zeigt: Klimaschutz und Trinkwasserschutz schließen sich nicht aus - sie lassen sich intelligent verbinden.

12.000 Bäume für die Forschung
von rhenag Rheinische Energie AG
Wie können Wälder im Klimawandel in unserer Region bestehen? Dies ist die Schlüsselfrage, der rhenag – wissenschaftlich fundiert – auf einer Forschungsfläche nachgehen will. Das Ökosystem "Wald" ist ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz. Wälder sind Multitalente, sie sind Luftfilter, Wasserspeicher, Sauerstoffspender und Holzlieferant.
Im Gemeinschaftsprojekt mit dem Wahnbachtalsperrenverband als Eigentümer des Geländes sammelt rhenag Erkenntnisse, wie ein standortgerechter, resilienter Wald beschaffen sein muss und hat dafür auf einer Fläche rund 4 Hektar 12.000 Bäume gepflanzt, die in den nächsten Jahren/Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht werden. Wissenschaftlicher Partner ist die Technische Universität München als eines der führenden Institute auf dem Gebiet der Waldforschung und ab September die Universität Göttingen, Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt. Es geht in dem Projekt um mehr als um reine Wiederaufforstung. Neben der Fläche wurde ein Walderlebnispfad gebaut, dort kann an sechs Stationen der Wald erlebbar gemacht werden.

Gemeinsam die Zukunft vom Wasser denken
von Wasserbeschaffungsverband Kreis Herford-Wes
Sauberes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit. 25 kommunale Wasserversorger aus Ostwestfalen-Lippe und Melle haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Trinkwasserversorgung der Zukunft zu sichern. Die "Überregionale Kooperation von Wasserversorgungsunternehmen" (ÜKOWA) entwickelt erstmals ein regionales Zukunftskonzept für nachhaltiges Wassermengenmanagement – mit gemeinsamer Datenbasis, Klimaprognosen bis 2060 und Szenarien für Wasserdargebot und -bedarf. Das Projekt stärkt die Resilienz der Versorgung gegenüber Dürren und Klimafolgen, schafft Grundlagen zur Konfliktprävention zwischen Trinkwasser, Landwirtschaft und Naturschutz – und liefert eine Blaupause für andere Regionen in Deutschland.

Entsorgung
In der Kategorie "Entsorgung " sind nominiert: Ver- und Entsorgungsbetrieb Waltrop AöR, Stadtwerke Sindelfingen GmbH und Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld.
Boden recyclen satt entsorgen
von Stadtwerke Sindelfingen GmbH
Warum wertvollen Bodenaushub entsorgen, wenn er auf unseren Baustellen wieder zum Baustoff werden kann? Mit Anwendung von Flüssigboden machen die Stadtwerke Sindelfingen aus Aushub eine Ressource. Das Material wird geprüft, aufbereitet und mit Wasser und Tonmineralien zu einem fließfähigen Baustoff verarbeitet, der für die Verfüllung von Leitungsgräben eingesetzt wird. Das Besondere: Wir haben kein neues Verfahren entwickelt, sondern eine bestehende Idee erfolgreich in die Anforderungen der Baupraxis eines Versorgungsunternehmens überführt. Aus Entsorgungsaufwand wird gelebte Kreislaufwirtschaft.
Was 2024 als Pilotprojekt begann, ist heute fester Bestandteil unserer Bauweise: Flüssigboden kommt bei rund 80 Prozent unserer Baumaßnahmen zum Einsatz. Jährlich werden so 8.000 bis 10.000 Kubikmeter Boden wiederverwendet, 5.500 Tonnen Sand eingespart und 6.000 Kubikmeter Deponievolumen geschont. Im Pilotprojekt wurden 37 Prozent CO₂ eingespart. Weniger schwere Maschinen und Transporte reduzieren die Lärmbelastung für Anwohnende.

Batterien finden dank KI
von Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld
Batterien in Elektroaltgeräten sind wertvolle Rohstoffquellen. Zugleich verursachen falsch sortierte Lithium-Akkus erhebliche Brandrisiken in Wertstoffhöfen, Transporten und Recyclinganlagen. BattOut setzt deshalb dort an, wo sichere Kreisläufe beginnen: bei der Annahme am Wertstoffhof. Ein neu entwickeltes Erkennungssystem kombiniert Kameras, 3D-Sensorik, Gewichtsdaten und KI, um zu erkennen, ob ein Gerät eine Batterie enthält. Ein intuitives Assistenzsystem gibt Mitarbeitenden direkt eine Sortierempfehlung; ihre Rückmeldung fließt wiederum in die Weiterentwicklung ein. So sollen Fehlwürfe reduziert, batteriefreie und batteriehaltige Stoffströme zuverlässiger getrennt und wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt, Nickel, Kupfer oder Aluminium hochwertiger recycelt werden. Der Prototyp wird unter realen Bedingungen am Wertstoffhof Bielefeld erprobt und von Beginn an auf die Übertragbarkeit auf weitere kommunale Wertstoffhöfe ausgerichtet.

Self-Service auf dem Wertstoffhöfe für mehr Recycling
von Ver- und Entsorgungsbetrieb Waltrop AöR
Self-Service auf dem Wertstoffhof! Der Recyclinghof des Ver- und Entsorgungsbetriebs Waltrop AöR ist seit dem 10. Juli 2026 auch ohne Personal geöffnet. Über die MAEX-App buchen bereits über 800 Waltroper Bürgerinnen über die MAEX-App ein Zeitfenster und öffnen das Tor selbstständig per Tipp im Smartphone. Und zwar montags bis freitags bis 20 Uhr und samstags den ganzen Nachmittag. Aus bisher 46 Öffnungsstunden pro Woche werden 69 nutzbare Stunden.
Dazu hat es keinen Neubau und keine zusätzliche versiegelte Fläche benötigt, sondern nur einen minimalen Eingriff in Form eines kleinen Computers am vorhandenen Einfahrtstor, der die Toröffnung auslösen kann.
Der Wertstoffhof ist der einzige Rückgabeort für Metalle, Altholz, Sperrmüll und Grünschnitt und war bisher dann geschlossen, wenn die meisten Menschen Zeit haben. Waltrop hat das in wenigen Wochen geändert und die Bürger:innen profitieren von einem großen Mehr-Service der sich in über 160 Buchungen pro Monat äußert.

Mobilität
In der Kategorie "Mobilität" sind nominiert: Kommunalunternehmen Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm, SWU Verkehr GmbH und IGOB - Interessengemeinschaft Ostbahn e.V..
Verkehrswende bedarfsgerecht denken
von Kommunalunternehmen Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm
"Bitte Wenden!" beweist, dass die Mobilitätswende auch in kleineren Städten erfolgreich, bürgernah und übertragbar gelingen kann. Das Projekt verbindet Car- und Bikesharing, kostenlosen Stadt- und Expressbus sowie wohnortnahe Infrastruktur. Sein besonderes Prinzip: testen, lernen, anpassen und erfolgreiche Lösungen übertragen. Bürgerinnen und Bürger wirken durch ihre Nutzung und Rückmeldungen unmittelbar an der Weiterentwicklung mit. So entstanden aus knappen Flächen und fehlenden Stromanschlüssen flexible, PV-versorgte Fahrradboxen, die ohne Netzanschluss betrieben werden. Seit Projektbeginn trägt das Projekt zu einer rechnerischen CO₂-Einsparung von rund 700 Tonnen bei. Das 2024 bereits zweifach ausgezeichnete Projekt macht nachhaltige Mobilität nicht nur verfügbar, sondern gemeinsam veränderbar und schafft damit ein praxiserprobtes Vorbild zur Gestaltung der Mobilitätswende für weitere Kommunen.

Bremskraft zu Strom umwandeln
von SWU Verkehr GmbH
Unter Sektorenkopplung im ÖPNV versteht die SWU, dass die E-Bus-Ladeinfrastruktur mit der Bahnstromversorgung der Straßenbahn gekoppelt ist. Bei den meisten Verkehrsbetrieben sind diese Systeme vollständig getrennt, oft sind auch verschiedene Unternehmenseinheiten für die Einrichtung und den Betrieb dafür jeweils verantwortlich, wodurch Synergien verloren gehen. Besonders ist auch die direkte Kopplung von E-Busladeinfrastruktur mit der Stromversorgung der Straßenbahn auf der Gleichspannungsebene. Dafür kommt beim Bus eine Gleichstromladetechnik zum Einsatz, um möglichst verlustfrei zu koppeln. Insgesamt wird dadurch eine besonders effiziente Nutzung der Energie möglich. Zum Beispiel kann der von der Straßenbahn beim generatorischen Bremsen rekuperierte Strom auch zur Ladung von E-Bussen genutzt werden. Ein weiterer positive Effekt ist die Schaffung einer zusätzlichen Redundanz und der Betrieb ist resilienter.

Die Bahn zwischen Deutschland und Polen elektrifizieren
von Interessengemeinschaft Ostbahn e.V.
Die Ostbahn (Berlin–Küstrin-Kietz–Kostrzyn–Gorzów) ist die kürzeste Schienenverbindung zwischen Berlin und Westpolen – auf deutscher Seite bis heute eingleisig und ohne Elektrifizierung.
Die Interessengemeinschaft Ostbahn e.V. baut und betreibt die Strecke nicht. Sie ist die kommunal getragene Stimme der Region: Kommunen, Kammern, Planungsverbände und der polnische Powiat Gorzowski treten seit Jahren gemeinsam gegenüber Bund, Land und EU für eine Elektrifizierung, den zweigleisigen Ausbau, die Seelower Kurve und einen Stundenhalt an allen Stationen ein.
Diese Beharrlichkeit wirkt in kleinen wichtigen Schritten: 2026 wurde die Ostbahn gesetzlich verankert – Infrastruktur-Zukunftsgesetz, Anlage 3 zum AEG, Position 55.
Ein Ausbau könnte den Dieselbetrieb auf 89 Kilometer beenden und somit spart rund 4.000 Tonnen CO₂ jährlich einsparen. Weil die Trasse historisch zweigleisig war, entsteht dabei kein Hektar neuer Flächenverbrauch.

ZFK Nachhaltigkeitskonferenz
Noch Tickets vorhanden!
Die AWARDs werden am Vorabend der ZFK Nachhaltigkeitskonferenz vergeben. Sie wollen dabei sein, sich vernetzten und sich anschließend über aktuelle Trends und Herausforderungen informieren? Es gibt noch Ticktes für die Konferenz am 4. und 5. November in Berlin. Zum Programm.
Das Onlinevoting läuft vom 1. bis einschließlich 21. Oktober. Aus Fairnessgründen werden wir die das Ergebnis mit der Unternehmensgröße der Einreichenden gewichten. Die Bewerbungstexte sind von den nominierten Unternehmen selbst.