Der Vorstand der Stadtwerke Krefeld: Carsten Liedtke und Kerstin Abraham. Liedtke betont:  "Ich bleibe weiterhin für die Steuerung des Geschäftsfeldes Energie als Vorstand verantwortlich."

Der Vorstand der Stadtwerke Krefeld: Carsten Liedtke und Kerstin Abraham. Liedtke betont: "Ich bleibe weiterhin für die Steuerung des Geschäftsfeldes Energie als Vorstand verantwortlich."

Bild: ©SWK

Die Stadtwerke Krefeld (SWK) stellen ihr Energiegeschäft neu auf. Die Erzeugung wird aus der Energietochter gelöst, auch die Vertriebstochter Lekker wird eigenständiger. "Wir wollen und müssen noch reaktionsschneller, flexibler und transparenter werden, um weiterhin erfolgreich am Energiemarkt in Deutschland agieren zu können", erklärt Vorstandssprecher Carsten Liedtke.

Bislang war die Konzerntochter SWK Energie GmbH als zentrale Führungsgesellschaft für das Energiegeschäft sowohl Vertriebsgesellschaft für Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden als auch zentral verantwortlich für Erzeugung und Beschaffung. Diese Aktivitäten werden nun in einer neuen Gesellschaft gebündelt: der SWK NewPower GmbH. 

Die SWK reagiere damit auf dynamische Märkte, hieß es in einer Pressemitteilung. Der Konzern sei im Energiebereich im vergangenen Jahrzehnt beispiellos gewachsen: So stieg die Anzahl der Kunden im Energiebereich von 251.000 auf 761.000. Der Umsatz hat sich auf 1,8 Milliarden Euro nahezu verdreifacht und die Zahl der Beteiligungen ist von 8 auf 13 gestiegen. Mit einem EBIT von 41,3 Millionen Euro erzielt die SWK Energie den größten Beitrag zum Konzernergebnis. 

Jetzt war der Zeitpunkt da, die Organisation zukunftsweisend aufzustellen.

Kerstin Abraham

Vorständin SWK

Mit dieser breiteren und tieferen Wertschöpfung gehe eine wesentliche Komplexität in der Gesamtorganisation einher. "Jetzt war der Zeitpunkt da, die Organisation zukunftsweisend aufzustellen", sagt SWK-Vorständin Kerstin Abraham, die sich im Zuge der Aufspaltung gemeinsam mit Carsten Liedtke aus der operativen Geschäftsführung der SWK Energie zurückzieht. Dieser macht deutlich: "Wir werden uns als Vorstände auf die gestiegene Bedeutung der strategischen Steuerung der Geschäftsfelder und Gesellschaften konzentrieren. Damit bleibe ich weiterhin für die Steuerung des Geschäftsfeldes Energie als Vorstand verantwortlich." 

In der neuen Architektur konzentriert sich die SWK Energie künftig auf den Vertrieb innovativer Energie- und Wärmelösungen sowie Energiedienstleistungen für Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden einschließlich des Kundenservices. Die Geschäftsführung bilden die bisherigen Prokuristen Arndt Thißen, Henning Trupke und Smail Zarouali.

Bei der neu gegründeten SWK NewPower stehen künftig Andreas Benz, bislang ebenfalls Prokurist, und Sebastian Rubin als Geschäftsführer in der Verantwortung. "Damit wird diese Neuaufstellung ohne zusätzliche Führungsebenen und -stellen gestaltet, gleichwohl schaffen wir die Grundlage für weiteres Wachstum", erklärt Vorständin und Arbeitsdirektorin Kerstin Abraham. 

Wachstum bei Erzeugungslösungen für Geschäftskunden angestrebt

Neben einer verbesserten Steuerungsfähigkeit des Geschäftsfeldes durch die Entzerrung der verschiedenen Marktrollen verspricht sich die SWK von der Neuordnung einen Ausbau der Erzeugungsaktivitäten in der SWK NewPower, in Kooperation mit anderen Konzerntöchtern, aber auch mit externen Partnern. "Diese Gesellschaft wird auch die entsprechenden Tochtergesellschaften aus unserem Konzern in diesem Segment verantworten", so Liedtke. "Also die Beschaffung bei der Quantum steuern, die Zusammenarbeit mit Fronteris in Regensburg oder KKP in Meerbusch forcieren." Dazu werde die SWK NewPower auch dezentrale Erzeugungslösungen für Geschäftskunden anbieten und betreiben. "In diesem Feld wollen wir weiterwachsen", so der Vorstand.

Mit ihren vertriebsorientierten Beteiligungen an der Capita Energie Services, der Energieversorgung Kranenburg und der Ampere in Berlin bleibe die SWK ENERGIE ein wesentlicher Wachstumstreiber des Energiebereichs der SWK. 

Lekker als eigenständige Tochter

Lekker ist bundesweit als Energieanbieter tätig. Zuletzt meldete das Unternehmen, dass es seinen Jahresüberschuss erhöht sowie seine Kundenzahl stabilisiert habe. Das Jahresergebnis vor Steuern (EBIT) stieg 2025 um 2,3 Millionen Euro auf 16,7 Millionen Euro, der Kundenbestand in Belieferung beläuft sich auf 384.000 (2024: 387.000). 

Lekker ist die Vertriebsmarke der SWK und sitzt in Berlin.© Lekker Energie

Im Zuge des Umbaus trage die SWK auch der Bedeutung und Eigenständigkeit des Energieversorgers Lekker Energie in Rechnung, bislang eine Tochtergesellschaft der SWK Energie. Diese wird künftig als deren Schwestergesellschaft ebenfalls über die Management Holding der SWK und damit über den Vorstand gesteuert.

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