Auf den Dächern der Wohngebäude sind jeweils Photovoltaikanlagen installiert worden. Dazu gibt es ein in einem der Häuser ein Biogas-Blockheizkraftwerk, das die Mieter in den kälteren Monaten auch mit Wärme versorgt. Stromspeicher sorgen dort für hohe Eigenverbrauchsquoten, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge gehören ebenfalls dazu.

Auf den Dächern der Wohngebäude sind jeweils Photovoltaikanlagen installiert worden. Dazu gibt es ein in einem der Häuser ein Biogas-Blockheizkraftwerk, das die Mieter in den kälteren Monaten auch mit Wärme versorgt. Stromspeicher sorgen dort für hohe Eigenverbrauchsquoten, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge gehören ebenfalls dazu.

Bild: © Schleupen

Das komplexe Energieversorgungskonzept im Heilbronner Wohnquartier "Neckarbogen" verbindet die lokale Strom- und Wärmeerzeugung durch eine Photovoltaik (PV)-Anlage und ein Blockheizkraftwerk (BHKW), Speichertechnologien sowie Elektromobilität. Umgesetzt wurde das Bauvorhaben im Rahmen der Initiative „Smart Grids und Speicher Baden-Württemberg“ als Demonstrationsprojekt vom Umweltministerium Baden-Württemberg. Die Deutsche Solargesellschaft mbH betreibt als Energiedienstleister die PV-Anlagen und übernimmt das Wärme-Contracting mit einem Biogas-BHKW. Die Deutsche Industriegas GmbH (DIG) fungiert als Strom- und Gaslieferant für die Mieterstromteilnehmer.

Intelligente Verknüpfung gefragt

Können Informationstechnologie und intelligentes Lastmanagement helfen, einen großen Teil des Energiebedarfs einer Liegenschaft lokal, regenerativ und vor allem wirtschaftlich zu produzieren? Das ist eine der zentralen Fragen des anspruchsvollen Projekts mit fünf Gebäuden, zentraler Tiefgarage, einem Biogas-BHKW zur Wärmeproduktion und Photovoltaikanlagen auf drei Dächern. Die Herausforderung war, die Energiedienstleistungen, Mieterstrom, Wärmeliefer-Contracting und Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität auf intelligente Weise zu verknüpfen.

Um die Anforderungen zu erfüllen, wurde ein blockübergreifendes Datenerfassungssystem aufgesetzt, das die Zählerdaten kontinuierlich aufzeichnet. Hier setzt das Projekt auf bewährte Komponenten: Discovergy als Messstellenbetreiber, die Abrechnung der Daten erfolgt über Schleupen.CS. „Die vielen Einzelelemente machen das System hochkomplex. Es war uns deshalb wichtig, auf bewährte Lösungen zu setzen, bei denen wir uns darauf verlassen konnten, dass sie funktionieren“, begründet Volkmar Langefeld, Geschäftsführer der DIG, die Auswahl.

Visualisierung des Verbrauchs

Zur Komplexität trägt bei, dass die Mieter ihr Verbrauchsprofil über eine App oder ein Portal einsehen können. So werden sie in die Lage versetzt, ihre Verbrauchsgewohnheiten an die dezentrale Energieerzeugung anzupassen und ihre Kosten entsprechend im Rahmen zu halten. Marktseitig ist das Projekt im Sinne der Messstellenbetriebsverordnung in die Marktkommunikation eingebunden. Diese Vielschichtigkeit macht den Neckarbogen zu einem Projekt, das vielen weiteren Vorhaben im Bereich der lokalen regenerativen Energieerzeugung als Vorbild dienen kann, so Schleupen. (sg)

Siehe dazu auch:

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper