Nach Informationen des Handelsblatt haben unbekannte Täter den Duft- und Aromenhersteller Symrise erpresst. Die Arbeit an den Standorten sei für den potenziellen Dax-Kandidaten nur sehr eingeschränkt möglich, die Produktion musste eingestellt werden, heißt es weiter. Der Konzern aus dem niedersächsischen Holzminden gilt als einer der Kandidaten für eine Aufnahme in den Dax. An der Börse war der Konzern zuletzt knapp zwölf Milliarden Euro wert. Das Unternehmen beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter in weltweit mehr als 40 Niederlassungen.
Konzernkommunikation warnt Mitarbeiter
„Bei dem Hackerangriff handelt es sich um eine kriminelle Aktion unbekannter Täter mit erpresserischer Absicht“, teilte die Konzernkommunikation laut Handelsblatt schon am Sonntag den Mitarbeitern mit. Und weiter: Am Wochenende ist es demnach Cyber-Kriminellen gelungen, einen Virus in die Netzwerke einzuschleusen.
Große Teile der Produktion des Konzerns, der 2019 mehr als 3,4 Milliarden Umsatz erzielte, mussten vorübergehend eingestellt werden. Die IT-Systeme seien sofort vom Netz genommen worden. Die Auswirkungen würden nun analysiert. "Wir arbeiten eng mit den staatlichen Behörden und dem Landeskriminalamt zusammen", sagte eine Sprecherin der Tagesschau.
Opfer eines Ransomware-Angriffs
Das Handelsblatt geht davon aus, dass das Symrise Opfer eines sogenannten Ransomware-Angriffs wurde Dabei schleusen Cyberkriminelle einen Virus in die Systeme des Unternehmens und verschlüsseln mit dessen Hilfe wichtige Daten. Für die Freigabe sollen betroffene Firmen dann zahlen. (sg)

