Bald auch in und um Waiblingen: ein leistungsfähiges Glasfasernetz wird verlegt

Bald auch in und um Waiblingen: ein leistungsfähiges Glasfasernetz wird verlegt

Bild: © Stihl024/AdobeStock

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hat zwei Studien zum Breitbandausbau vorgestellt. Demnach gehen die bayerischen Unternehmen sowohl beim Mobilfunk als auch bei kabelgebundenen Netzen von einem höheren Bedarf aus. Bei Mobilfunk geben 71 Prozent an, auf mobile Technik und schnelle Datenverbindungen angewiesen zu sein. Zwei Jahre zuvor waren es noch 58 Prozent. Wie 2016 zeigte sich auch jetzt nur die Hälfte mit der Geschwindigkeit der mobilen Datenverbindungen sowie der Netzabdeckung und -verfügbarkeit zufrieden.

Zwar seien mobile Sprachkommunikation und Datenübertragung in Bayern am Wohnort fast flächendeckend verfügbar. Reale Messergebnisse zur Empfangsqualität entlang häufig genutzter Verkehrswege und an zentralen Orten zeigen jedoch laut vbw noch große Lücken. Jeweils rund ein Drittel der befragten Unternehmen gaben an, dass ihre mobile Nutzung von E-Mails, Telefonaten und Internetrecherche beeinträchtigt sei.

Mehrheit geht von steigendem Breitbandbedarf aus

Bei kabelgebundenen Netzen sehen 57 Prozent der Unternehmen bis 2020 steigenden Bandbreitenbedarf. Bei der Untersuchung im Vorjahr waren es nur 31 Prozent. Fast die Hälfte der Firmen erwartet, 2020 Übertragungsgeschwindigkeiten von über 50 Megabit pro Sekunde zu benötigen. 14 Prozent rechnen sogar mit über 100 Megabit pro Sekunde, heißt es in der Studie.

Beim aktuellen Ausbaustand des Breitbandnetzes steht der Freistaat im bundesweiten Vergleich laut vbw gut da. "Bis zu einer flächendeckenden Versorgung mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde ist aber noch Erhebliches zu leisten", so vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Bayern verfügt ihm zufolge über ein bundesweit einmaliges Breitband-Förderprogramm und stellt bis zu 1,5 Mrd. Euro für schnelles Internet bereit. Bayernweit sind laut Studie über 2100 Förderbescheide für den Breitbandausbau an fast 1700 Kommunen mit einer Gesamtfördersumme von rund 730 Mio. Euro übergeben worden. Mit insgesamt 2000 Kommunen sind demnach bereits über 97 Prozent davon in das bayerische Förderverfahren eingestiegen. Bei den bisher im Ausbau befindlichen Projekten würden über 40 000 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. (sg)

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