Der Streit in Gronau spitzt sich zu: Nun stehen beide Unternehmen in direkter Konkurrenz zueinander.

Der Streit in Gronau spitzt sich zu: Nun stehen beide Unternehmen in direkter Konkurrenz zueinander.

Bild: © Fotoman1962/AdobeStock

Aufgrund der positiven Nachfrage verkündet die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser den Netzausbau in der Stadt Gronau – noch vor Ende der Nachfragebündelung. Dieser soll soll im 2. Quartal 2021 starten und umfasst Gronau und Epe. Bereits 2022 soll das Netz planmäßig realisiert sein, wie das Unternehmen mitteilt. Damit prescht die Deutsche Glasfaser weiter vor. Die Fronten im Streit um den Glasfaserausbau in der Kommune verhärten sich damit, anstatt einer Kooperation entsteht nun eine unmittelbare Konkurrenzsituation.

"Der aktuelle Vorstoß der Deutschen Glasfaser überrascht uns nicht. Auf der Grundlage unserer Offensive hatten wir mit einer ähnlichen Reaktion gerechnet. Mit der klaren Rückendeckung unseres Aufsichtsrates und der Politik werden wir unsere Strategie und unser Angebot in Sachen Glasfaser weiter verfolgen", so Wilhelm Drepper, Geschäftsführer der Stadtwerke Gronau. Nun startet ein Tauziehen um das Glasfasernetz in Gronau. Die Stadtwerke wollen die Stadt bis 2025 komplett ausbauen und beginnen schon in Kürze in den ersten beiden Gebieten. Das Netz des kommunalen Unternehmens soll einen offenen Zugang ermöglichen, so dass die Kunden von Beginn an ihren Anbieter/Provider auswählen können.

Bürger können zeigen, zu wem sie stehen

"Wir haben dazu in den letzten Tagen sehr viel positive Resonanz und sehr große Zustimmung von unseren Kunden aus Gronau und Epe erhalten, was uns sehr freut und in unserem Vorhaben bekräftigt", so Drepper weiter. Der Geschäftsführer sagt abschließend: "Die Bürger können damit jetzt zeigen, wem sie in Zukunft das Vertrauen für das Glasfasernetz in Gronau und Epe schenken wollen. Wir bauen darauf, dass unsere Kunden wissen, dass sie mit den Stadtwerken vor Ort einen verlässlichen und fairen Partner haben."

Gegenüber dem Konkurrenten werden weiterhin rechtliche Schritte geprüft, nachdem die Stadtwerke weiterhin sicher sind, dass die Deutsche Glasfaser nicht ohne sie in den Netzausbau einsteigen dürfte. (gun)

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