Die drei 5G-Forschungsprojekte sollen die Potenziale des neuen Mobilfunkstandards offenbaren.

Die drei 5G-Forschungsprojekte sollen die Potenziale des neuen Mobilfunkstandards offenbaren.

Bild: © Mark Schiefelbein/AP/dpa

5G bildet durch seine verschiedenen technischen Leistungsmerkmale die Grundlage für neuartige Anwendungen und Geschäftsmodelle: Drei Forschungsprojekte mit den Themen Telemedizin, Mobilität und Industrie 4.0 haben im Rahmen des 5G-Innovationsprogramms eine Förderung von insgesamt 26 Mio. Euro erhalten, teilte das Verkehrsministerium am Dienstag mit. Mit dem dreistufigen 5G-Innovationsprogramm unterstützt das BMVI die wichtigsten Akteure für den 5G-Ausbau mit individuellen und angepassten Förderkonzepten. In Stufe 1 werden sechs Forschungsvorhaben von Universitäten und Forschungseinrichtungen gefördert. In Stufe 2, dem 5G-Wettbewerb, erhalten Kommunen eine Förderung in Höhe von jeweils bis zu 100.000 Euro für die Entwicklung von Konzepten für innovative 5G-Mobilfunkanwendungen. In Stufe 3 erhalten die innovativsten Projekte aus dem 5G-Wettbewerb zudem eine Umsetzungsförderung.

Effizienz in der ländlichen Gesundheitsversorgung

"5G 4Healthcare“  ist das Projekt der Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) in Amberg-Weiden. Es zielt darauf ab, Machbarkeit, Möglichkeiten und Grenzen der Verbesserung der Effizienz in der ländlichen Gesundheitsversorgung durch die 5G-Technologie auszuloten und Handlungsempfehlungen abzuleiten. In den beiden Fallbeispielen "Integrierte Versorgung" und "Homecare" werden dazu Anwendungsszenarien konzipiert, modellhaft implementiert, erprobt und evaluiert. Die Förderung beträgt rund 8,5 Mio. Euro.

"5G Industry Campus Europe" vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen möchte den Transfer und die Verankerung von 5G in der produzierenden Industrie erforschen. Neben dem Aufbau der Forschungsinfrastruktur sollen im Rahmen des geförderten Vorhabens verschiedene praxisrelevante Fragestellungen aus der Produktionstechnik in Etablierungsprojekten untersucht werden. Angefangen von 5G-Sensorik zum Monitoring von Fertigungsprozessen über mobile Robotik und Logistik bis hin zu standortübergreifenden Produktionsketten. Die Förderung beträgt circa 6,2 Mio. Euro.

5G-Modellregion Kaiserslautern

Das letzte Projekte ist eine Stadt an sich: Die 5G-Modellregion Kaiserslautern will, indem sie 5G-Anwendungen in den wichtigen Bereichen Industrie 4.0, Landwirtschaft & Weinbau, Smart City und Campusmobilitätslösungen entwickelt und erprobt, einen Beitrag leisten. Gleichzeitig möchte sie der Industrie und anderen Parteien die Kompetenz und die Testumgebung zur Entwicklung von 5G-Anwendungen zur Verfügung stellt. Hierzu werden verschiedene 5G-Infrastrukturkonzepte (öffentliche Netze, Campusnetze (private oder MNO-basierte), portable Netze) exemplarisch aufgebaut und verfügbar gemacht. Das Projekt wird mit knapp 11,6 Mio. Euro gefördert. (ab)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper